Luis Wageners Goose beim Ars Nova Festival
Автор: unidad.salgan
Загружено: 2026-01-19
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Polyphonie als Reibung und Verdichtung: elementare Motive aus Folk und Blues treffen auf die dissonante Moderne des Jazz. Improvisation wird zum Prinzip zwischen Form und Chaos.
Als Teil des Ars Nova Festivals hat der in Berlin lebende Gitarrist und Komponist Luis Wagener am Freitag, den 7. November 2025, um 20 Uhr sein Projekt Goose im Jazz-Institut Berlin präsentiert.
Goose kreist um polyphone Strukturierungen: Stimmen, die sich verschränken, reiben, verdichten – ohne sich in bloßer Harmonie aufzulösen. Die Instrumente erscheinen nicht nur als Klangquellen, sondern als Texturen, als soziale Körper, die einander durchdringen. Elementare Motive aus Folk, Country und Blues dienen als Ausgangspunkte: erdig, direkt, schlicht. Doch sie stoßen auf die kantige Moderne des Jazz – auf den Bruch bei Monk, auf die Schärfen bei Dolphy. So entsteht eine Musik, die an den Rissen arbeitet, wo sich Ordnung und Dissonanz begegnen. Improvisation ist hier nicht schmückendes Beiwerk, sondern das zentrale Prinzip: mal idiomatisch im Jazz verankert, mal frei und ungezügelt, bis Form und Chaos ununterscheidbar werden.
Besetzung
Luis Wagener – E-Gitarre, Komposition
Theo Altman – Trompete
New Member – Alto saxophone
Yuma Kruse – Cello
Justin Remfrey – Kontrabass
Finn Seemann – Schlagzeug
Biografie
Luis Wagener ist Gitarrist und Komponist. Seit einem Jahr studiert er Jazzgitarre am Jazz-Institut Berlin, wo er auch das Trio Moose mit zwei Mitstudierenden gründete. Sein musikalisches Interesse gilt der Balance zwischen improvisatorischer Freiheit und formaler Struktur. Inspiriert von Jazzgrößen wie Thelonious Monk und Eric Dolphy ebenso wie von Komponisten der Moderne – etwa Arnold Schönberg oder Olivier Messiaen – sucht er nach einer Sprache, die Intuition und Konstruktion vereint. Darüber hinaus prägt ihn der experimentelle Umgang mit Klangfarben und Texturen, beeinflusst durch Musiker wie David Tronzo und Fred Frith.
Ars Nova Programm
Goose ist Teil des Ars Nova Programms, einer innovativen künstlerischen Initiative, die 2025 zum dritten Mal im Rahmen der Berlin Science Week stattfindet. In Zusammenarbeit mit dem unidad.salgan studio, dem Jazz-Institut Berlin und der Universität der Künste Berlin vereint das Programm die kreativen Kräfte junger, zukunftsorientierter Komponist:innen und ihrer Ensembles in einer intensiven Auseinandersetzung mit Musik und künstlerischem Ausdruck.
Von Montag, den 3. November bis Freitag, den 7. November 2025, arbeiten vier aufstrebende Komponist:innen mit ihren Ensembles an der Entwicklung und Verfeinerung neuer Projekte. Diese Arbeitsphase gipfelt in vier Premierenkonzerten am Donnerstag, den 6. November, und Freitag, den 7. November im Jazz Institut Berlin, bei denen Goose als eines der zentralen Werke zu erleben ist.
Das Ars Nova Programm und Festival werden von Tobija Hudnik kuratiert.
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