Dießen am Ammersee (LL) Plenum von groß nach klein
Автор: arnoldusglocke
Загружено: 2016-05-26
Просмотров: 4283
Zum Einläuten des Hochfests Fronleichnam, wie in Dießen üblich um 17 Uhr, baut sich das achtstimmige Geläut von unten her allmählich auf und ist erst pünktlich zum Viertelstundenschlag verklungen.
Auch wenn ich nicht gern zu Superlativen neige, so ist dies doch einer der größten Eindrücke gewesen, die ich an Geläuten kenne. Bis soeben hatte ich das nun schon fast 30 Jahre bestehende Ensemble noch nicht live gehört und dachte bislang auch, es sei wegen der Kröpfung (aufgrund der für den Turm wohl übertriebenen Größe) kein wahrer Genuss.
Tatsächlich jedoch hat das Geläut eine - hier hoffentlich erahnbare - Klangfülle, bei der man von der gekröpften Aufhängung kaum etwas spürt. Es ist in seinem Ernst (durch den Mollakkord der großen Glocken) und mit der im Plenum hörbaren silbrigen Klangkrone der kleinen Glocken dieser berühmten und von ersten Meistern ihrer Epoche ausgestatteten Barockkirche wirklich angemessen und würdig.
Dispo:
G°- B°- c' - d' - es' - f' - g' - b'.
G°, B°, d' und f': Perner, Passau, 1987.
c', es' und g': Czudnochowsky, Erding, 1950.
b': vom Vorgängergeläut.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt des einstigen Augustiner-Chorherrenstifts ist heute die Pfarrkirche des Marktes Dießen und auch unter ihrem Beinamen Marienmünster bekannt.
Der ab 1732 errichtete Bau ist ein Hauptwerk des Architekten Johann Michael Fischer. Der Bauherr, Propst Herkulan Karg, sorgte für seinen Nachruhm, da er an nichts sparte, um diesem Tempel Glanz und Noblesse zu verleihen.
Es war daher eine optische Zumutung, dass der Turm nach Brand durch Blitzschlag 1827 abgetragen und 1846 in sprödesten, freudlos neuromanischen Formen in größtmöglichem Kontrast zur Eleganz der Fassade aufgebaut wurde. Ganz zurecht hat man also 1987 den schlanken Turm nach überliefertem Plan, aber in modernem Material rekonstruiert.
Die 34 m hohe Fassade hatte vor der gründlichen Bausanierung von 1979-85 eine rötliche Tönung, seitdem ist sie grau-weiß wie es ursprünglich wohl der Fall war.
Der Innenraum (Fotografieren verboten) fällt durch seine Helligkeit auf, die durch ausreichend weiß verputzte Zonen herrschen kann, von denen sich die Phalanx der Altäre und die Fresken J.G. Bergmüllers wirkungsvoll abheben. Altarbilder steuerten G.B. Tiepolo und G.B. Pittoni bei, weitere stammen von B.A. Albrecht, G. Desmarées, J.Ev. Holzer und F.G. Hermann. Die Skulpturen schufen J.B. Straub, F.X. Schmädl und Aegid Verhelst.
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео mp4
-
Информация по загрузке: