ALLERSBURG (AS), Pfarrkirche St. Michael - Vorstellung des mittelalterlichen Geläuts (Turmaufnahme)
Автор: unteroktav
Загружено: 2025-06-06
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Tonfolge: ca. gis¹-d²-gis²-f³
GLOCKE 4
Schlagton: ca. f³
Durchmesser: 33 cm
Gießer und Gussjahr: unbezeichnet, evtl. 14. Jahrhundert
GLOCKE 3
Schlagton: ca. gis²
Durchmesser: 56 cm
Gießer und Gussjahr: unbezeichnet, 12./13. Jahrhundert
Schulterinschrift (romanische Majuskeln):
S • MARCV • S •MATHEVS • S • IOHANNES • S • LVCAS
GLOCKE 2
Schlagton: ca. d²
Durchmesser: 74 cm
Gießer und Gussjahr: unbezeichnet, 12./13. Jahrhundert
GLOCKE 1
Schlagton: ca. gis¹
Durchmesser: 97 cm
Gießer und Gussjahr: unbezeichnet, 14. Jahrhundert
Schulterinschrift (zweizeilig, gotische Majuskeln):
AVE MARIA GRACIA PLENA DOMINVS TECVM BENEDICTA TV IN MVLIERIBVS ET BENEDICTVS FRVCTVS VENTRIS TVI AMEN. O SANCTVS LVCAS , MARCVS, MATEVS, IOHANES, CASPAR, BALTISAR, MELHIOR, IESVS.
(Quelle Glockendaten:
"Die Kunstdenkmäler von Bayern", Bezirksamt Neumarkt, 1909
Turmbesteigung am 31. Mai 2025 / eigene Recherche)
Ganz in der Nähe von Kastl mit seinem bedeutenden mittelalterlichen Geläut gelegen, wartet die Pfarrkirche Allersburg ebenfalls mit einem interessanten, mittelalterlichen Glockenbestand auf.
Die drei größeren Glocken haben sich über die Jahrhunderte hier erhalten, seit wenigen Jahren ergänzt den Glockensatz noch ein viertes, kleines Glöckchen. Es war jahrzehntelang im benachbarten Hohenburg "zwischengelagert" und gehörte einst zur nahegelegenen Martinsbergkirche, welche im Rahmen der Errichtung des Truppenübungsplatzes Hohenfels im Jahr 1951 aufgegeben und 1978 schließlich gesprengt wurde.
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Allersburg ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Hohenburg im idyllischen Lauterachtal im Süden des Landkreises Amberg-Sulzbach.
Über dem Ort erhebt sich das Gotteshaus zum Hl. Michael. Es wird vermutet, dass die Kirche an dem Platz der vollständig verschwundenen Burg Allersburg errichtet wurde. Die Friedhofsmauer könnte noch Teil des früheren Berings sein.
Die erste urkundliche Nennung der Kirche stammt von 847 und 863 aus der Zeit des Regensburger Bischofs Erchanfried, der dem adeligen Priester David die Kirche zu Alarespurc übergibt; bereits damals war dies ein Pfarrsitz. Als Landesherr fungierten die Grafen von Hohenburg, 1257 trat in diesem Gebiet das Hochstift Regensburg die Nachfolge an und so blieb es bis zur Auflösung des geistlichen Fürstentums von 1810.
Bereits im Mittelalter entstand der die Kirche umgebende Friedhof, in dessen Mauern noch deutlich die Schießscharten und der Absatz des ehemaligen Wehrganges zu erkennen ist. Östlich der Kirche befindet sich der ehemalige Karner mit der Leonhardskapelle.
Die jetzige Kirche hatte einen, eventuell sogar zwei Vorgängerbauten. Darauf weist eine romanische Knotensäule an der Stelle des rechten Seitenaltars hin, auch ein Taufbecken an der nördlichen Außenwand sowie zwei Glocken aus dem 12. Jahrhundert stammen aus der Frühzeit der Kirche. Die Grundstruktur der Kirche weist auf die Gotik hin; typisch dafür ist der südseitig gelegene und 28 m hohe Flankenturm, ebenso der eingezogene und zum Vergleich zum Kirchenschiff schmälere Chor mit einem drei-achtel Abschluss.
Das Langhaus der ursprünglich einschiffigen Kirche wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach Süden mit drei Arkaden geöffnet und um ein barockes Seitenschiff erweitert. Dadurch kommt auch das asymmetrische Frackdach zustande.
Das Altarbild des Hochaltars zeigt den Kirchenpatron St. Michael und ist mit Akanthusrankenwerk geschmückt. Am Chorbogen sind links sind die vier Evangelisten mit Christus und rechts die Madonna im Strahlenkranz dargestellt. Das relativ neue Deckengemälde im Chor symbolisiert die Dreifaltigkeit. Die Kirchenfenster wurden im 19. Jahrhundert gestiftet. Unter der Orgelempore ist der heilige Laurentius zu sehen.
Eine Besonderheit der Kirche ist die sog. Stabkreuzplatte von Allersburg. Sie ist ein Epitaph für den am 29. September 1283 verstorbenen Ritter Heinrich von Kutzenhofen. Die Steinplatte ist innen neben dem Haupteingang an der Südseite der Kirche stehend eingemauert. Sie ist 1,86 m hoch und 0,78 m breit.
Die Orgel mit zehn Registern auf einem Manual und Pedal wurde 1765 von Andreas Weiß aus Nabburg für die Kirche St. Felix in Neustadt an der Waldnaab erbaut und von Heinrich Buck 1880 hierher übertragen.
(Quelle: www.wikipedia.de)
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Fotos, Videos und Tonaufnahmen: unteroktav
Herzlichen Dank an die Verantwortlichen in der Pfarrei für die Ermöglichung der Aufnahme!
Ablauf des Videos:
0:00 Intro mit Außen-Tonaufnahme, Fotos der Kirche und tabellarischer Glockenübersicht
1:04 Glocke 4 (vom Martinsberg)
2:36 Glocke 3
4:06 Glocke 2
5:42 Glocke 1
7:15 Vollgeläut
Ich wünsche einen frohes, gesegnetes Pfingstfest
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