Die unstillbare Sehnsucht des Dr. Speck
Автор: Thomas Schmitt Film
Загружено: 2011-01-13
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Ein Film von Thomas Schmitt 1998 / 49 Min.
Dr. Speck sagt: „Sammeln macht krank, verschuldet, führt zu Familienstreit und schlaflosen Nächten. - Ein Sammler, der auch nur einen Pfennig übrig hat ist kein ernsthafter Sammler. - Manche Künstler meinen, daß man sich brüskieren lassen muß, weil man mit Forderungen an sie herantritt. Das führt bis hin zu Beschimpfungen durch Künstler bei öffentlichen Anlässen. Auch diese Form der Selbstaufgabe gehört zur Passion. - Nur ein Sammler kann einen Sammler wirklich verstehen."
Als ich gefragt wurde, ob ich einen Film zum Thema „Sammeln" machen wollte, dachte ich sofort an den Kölner Urologen und Sammler Reiner Speck, war ich doch voller Bewunderung für diesen Mann, der Dinge geschafft und angeschafft hat, von denen ich oft geträumt habe, aber das war's dann eben auch. Offensichtlich ein Genie im produktiven Umgang mit Zeit, von der ich, bei weit geringerem output, immer nur zu wenig habe. Ein Besessener, der mit atemberaubender Energie seine Obsessionen bedient, dabei aber stets kontrolliert und gelassen erscheint und obendrein noch ein guter Arzt sein soll. Irgendwie too much also und dabei kann man sich auch ganz normal mit ihm unterhalten, wenn auch nicht unbedingt vor der Kamera.
Seit den frühen Siebzigern hat Speck eine einzigartige Kunstsammlung zusammengetragen: Werkgruppen von Beuys, Twombly, Broodthaers, Byars, Flavin, das beste von Polke und Förg, ausgesuchte Arbeiten von Trockel, Herold, Kippenberger, A. Oehlen und noch viele mehr, die heute fast alle in der Oberliga des Kunstbetriebs mitspielen.
Gleichzeitig baut er eine der größten Privatbibliotheken zu Petraca und Proust auf: kostbare Handschriften, alte Drucke, seltene Erstausgaben und nahezu alles an Sekundärliteratur und das eigentlich so nebenbei, denn in der Woche muß er sein Geld in der Praxis und mit Hausbesuchen verdienen.
Die mit ihm zu tun haben, fragen sich, wie macht der Mann das, was treibt ihn um. Der Film geht diesen Fragen nach, letzte Antworten gibt er nicht. Dr. Speck bleibt uns ein Rätsel. Auch darin liegt seine subversive Kraft.
Text für Katalog DUISBURGER FILMWOCHE, T.S. 11/99
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