25.–27.01.2026: Schenken, paaren, renovieren
Автор: EGE – Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.
Загружено: 2026-01-26
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Am Sonntagabend fliegt zunächst Isolde in die Burg ein, während Tristans Stimme bereits aus der Umgebung zu hören ist. Das Uhuweibchen prüft erneut ausgiebig die Nistmulde am Brutplatz der vergangenen Saison. Doch auch das Nest von vor zwei Jahren scheint ihr Interesse zu wecken. Dieses liegt derzeit allerdings hinter dem Baugerüst verborgen, sodass wir nicht genau beobachten können, womit Isolde dort beschäftigt ist. Schließlich flattert sie hinauf auf die Mauerkrone. Tristan folgt ihrem Ruf aus den abgelegenen Bäumen, und gegen zehn Uhr kommt es zur Begattung (5:50).
Um kurz vor zwei sehen wir die Uhus erneut. Diesmal geht es um Beute, die Tristan in der Nähe des Schornsteins aufnimmt (7:10). Er bringt sie zunächst nach gegenüber und rupft eine Weile selbst daran, offenbar um sich zu stärken. Den Rest trägt er zu Isolde, die das Hinterteil der Ratte in der Brutnische des letzten Jahres in Empfang nimmt (8:55). Mit der Beute fliegt sie nach oben zur Mauer, und irgendwann verschwindet auch das letzte Schwanzstück in ihrem Schnabel (11:30).
Noch am frühen Morgen, gegen sieben Uhr, turnt Isolde durch die alten Gemäuer – von der Fensternische bis hin zum Baugerüst –, bevor sie im immer noch dunklen Tag verschwindet. Auf der Wiese beobachten wir währenddessen die Nilgänse am Bach sowie einige Feldhasen (14:35). Die Wasservögel flattern auffällig unruhig hin und her. Hat Isolde vielleicht ein Auge auf sie geworfen? Sicher sagen können wir es nicht.
Unsere Uhu-Liebesgeschichte setzt sich am nächsten Abend fort. Tristan widmet sich ausgiebig der Ausgestaltung der Nistmulde am Brutplatz des letzten Jahres (16:15). Kurz vor acht findet hoch oben auf dem Giebel der Burg die erste Paarung dieser Nacht statt (17:30). Die Bestechung scheint diesmal eine große Ratte gewesen zu sein, die Isolde zu ihrem Rupfplatz hoch auf dem massiven Turm trägt. Nur eine halbe Stunde später folgt dort oben bereits die nächste Begattung (19:05).
Anschließend sehen wir Tristan in den Bäumen, und auch Isolde fliegt davon. Erst kurz vor Mitternacht zeigt sich der Burgherr wieder und ruft sein Burgfräulein herbei. Es dauert jedoch eine ganze Weile, bis wir die beiden schließlich gemeinsam um kurz nach fünf Uhr oben auf dem Baugerüst entdecken (21:30). Sie scheinen etwas mit den Augen zu verfolgen, das sich am dunklen Nachthimmel bewegt – was genau, bleibt für uns verborgen.
Danach widmet sich Tristan eine Zeit lang erneut der großen Ratte. Isolde schaut vorbei und scheint den toten Nager abermals als Geschenk zu erwarten (23:55). Dazu kommt es jedoch nicht – stattdessen sehen wir um kurz vor sieben eine weitere Begattung hoch oben auf dem großen Turm (25:00).
Gegen zwanzig nach sieben wird Isolde schließlich hoch oben auf dem Schornstein ein Gewölle los (25:50). Ein deutliches Zeichen für ihre gute Versorgung und dafür, dass ausreichend Nahrung vorhanden ist – was sich auch in den zahlreichen Rattengeschenken dieser Nächte widerspiegelt.
Und so endet eine weitere bewegte Etappe in der Burg: mit vielen Paarungen, reichlich Beute und dem Eindruck, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird.
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Musik:
"Unexpected Connection (Strategy, Risk)" von Grand_Project, lizensiert unter der Pixabay License
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