Goldberg (LUP) - Glocken der Stadtkirche
Автор: Glocken im Norden
Загружено: 2025-06-08
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Glocken der ev.-luth. Stadtkirche zu Goldberg
Die Kleinstadt Goldberg liegt im nordöstlichen Teil des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Auf einer Anhöhe im historischen Stadtkern erhebt sich die evangelische Stadtkirche. Ihre Ursprünge reichen bis in die Zeit um 1300 zurück, wobei der leicht eingezogene Westturm im 15. Jahrhundert entstand. Bei einem Stadtbrand im Jahr 1643 wurde die Kirche bis auf ihre Grundmauern zerstört. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten konnte sie 1650 neu geweiht werden. Die heutige Innenausstattung geht maßgeblich auf Umgestaltungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts zurück – besonders eindrucksvoll zeigt sich dies am Kanzelaltar im Osten. Die Orgel auf der umlaufenden Empore – der einzigen dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern – ist ein Werk des Schweriner Orgelbaumeisters Friedrich Friese. Klangbeispiele zur Orgel sind hier zu finden:
• Goldberg (LUP) - Friese-Orgel der Stadtkirche
Der Holzglockenstuhl im Westturm trägt ein Geläut aus drei Glocken, die sämtlich nach dem Zweiten Weltkrieg in den Turm gelangten. Vom ursprünglichen Geläut ist lediglich eine kleine Marienglocke erhalten geblieben. Sie befindet sich heute in der Turmhalle und ist dort läutbar aufgehängt – allerdings mit einem sehr unvorteilhaften Klöppel.
Zu den verlorenen Glocken zählen eine Schultz-Glocke aus dem Jahr 1794 sowie eine 1880 umgegossene Glocke des Wismarer Gießers Eduard Albrecht. Beide Glocken waren ihrerseits Umgüsse älterer Glocken, die ursprünglich in Quetzin hingen und nach dem Abbruch der dortigen Kirche nach Goldberg überführt worden waren.
Fünf Jahre nach dem Ende des Krieges erhielt die Goldberger Kirche eine Glocke aus einem Potsdamer Waisenhaus. Ergänzt wurde das Geläut schließlich durch zwei Eisenhartgussglocken der Gießerei Schilling & Lattermann. Diese profitieren von einer Aufhängung an geraden Jochen und bilden zusammen mit der Collier-Glocke ein klanglich durchaus stimmiges Ensemble.
GLOCKE IV (0:10)
cis'''-4 | um 1500 | unbekannter Gießer
GLOCKE III (1:17)
c''-4 | 1956 | Schilling & Lattermann (Morgenröthe)
GLOCKE II (2:45)
h'-5 | 1901 | Gustav Collier (Zehlendorf)
GLOCKE I (4:12)
g'-8 | 1956 | Schilling & Lattermann (Morgenröthe)
VOLLGELÄUT (6:13)
Ich bedanke mich herzlich bei Christian für die Ermöglichung der Dokumentation sowie bei meinem Vater für die tatkräftige Unterstützung.
QUELLEN
Eigene Sichtung
Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. 2. Auflage. Berlin, 2016.
Schlie, Friedrich: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. IV. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Schwaan, Bützow, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim Lübz und Plau. Schwerin, 1901.
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