TUBERKULOSE KLINIK MIT KIRCHE 🏥 UNGLAUBLICHE ITALIENISCHE VERGANGENHEIT
Автор: Es war einmal
Загружено: 2025-08-31
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Hey zusammen, ich verbringe diesen Sommerurlaub in Italien. Von meiner Hängematte aus habe ich mich auf den Weg gemacht, verlassene Orte zu besichtigen—spannend und ruhig zugleich. Viel Spaß beim Anschauen! Viele Grüße, Stefan
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Im Norden Italiens, eingebettet in den Groane-Park bei Garbagnate Milanese, erhebt sich ein monumentaler Lost Place: das ehemalige Ospedale Santa Corona.
Mit einer Gesamtfläche von rund 750.000 Quadratmetern zählte es zu den größten Sanatorien und später auch zu den bedeutendsten Krankenhäusern in der Lombardei.
Die Ursprünge reichen zurück ins frühe 20. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war Tuberkulose eine der gefährlichsten Krankheiten Europas – allein in Mailand forderte sie zehntausende Opfer. Um dem entgegenzuwirken, entschied man sich 1911 für den Bau eines modernen Sanatoriums. Unter der Leitung des Architekten Giannino Ferrini entstand ein weitläufiger Komplex, der nicht nur auf medizinische Versorgung setzte, sondern auch auf Ruhe, frische Luft und die heilsame Wirkung der Natur.
Das Herzstück bildeten die kilometerlangen Pavillons für Patienten – durch Gänge und Brücken miteinander verbunden – sowie die große Klinik-Kirche Santa Corona. Sie war für viele Kranke ein Ort der Hoffnung und gleichzeitig ein architektonisches Meisterwerk mit imposantem Turm und kunstvoller Kuppel.
1924 öffnete das Sanatorium schließlich seine Tore. In den folgenden Jahrzehnten wurde es erweitert: zunächst um Pavillons für Frauen und Kinder mit insgesamt fast zweitausend Betten, später um Abteilungen für Radiologie, Chirurgie und Pneumologie. Doch mit der Einführung wirksamer Antibiotika sank die Zahl der Tuberkulosefälle drastisch. Das Sanatorium verlor seine ursprüngliche Funktion und entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem Allgemeinkrankenhaus.
1988 erhielt es den Namen „Guido Salvini Krankenhaus“ und wurde noch fast drei Jahrzehnte lang betrieben – bis schließlich 2015 ein moderner Klinikneubau in unmittelbarer Nähe eröffnet wurde. Von diesem Moment an verfiel das einst so stolze Krankenhaus.
Heute ist das Ospedale Santa Corona verlassen. Vandalismus, Brände und Diebstähle haben deutliche Spuren hinterlassen, und die Natur holt sich das Gelände langsam zurück. Dennoch sind viele Strukturen erstaunlich gut erhalten – von den langen Fluren über die Patientenzimmer bis hin zur imposanten Kirche im Zentrum.
Das ehemalige Sanatorium ist damit mehr als nur ein Lost Place. Es ist ein stiller Zeitzeuge der Medizingeschichte, der an die Schrecken der Tuberkulose erinnert, an den medizinischen Fortschritt – und an die Vergänglichkeit selbst der größten Bauwerke.
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