Helgoland bekommt neues Stromkabel
Автор: Paasch Rohrleitungsbau GmbH
Загружено: 2020-06-18
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Bau des längsten Seekabel Deutschlands zur Stromversorgung einer Insel im Jahr 2005.
Bislang basierte die Stromerzeugung Helgolands auf Dieselaggregaten, deren störungsfreier Betrieb auf Grund des Alters auf Dauer nicht mehr sichergestellt ist. Auch die knapp 7 Millionen Liter Diesel, die pro Jahr gebraucht wurden, entfallen zukünftig und damit jährlich ca. auch
17.500 Tonnen CO². Denn nun wird mit einem 20 Millionen Euro-Projekt Helgoland (bestehend aus
der Hauptinsel und der Düne) an das europäische Stromverbundnetz angeschlossen.
Eine 51,7 km lange Seeleitung ist in
nur 12 Tagen zwischen St. Peter Ording
und Helgoland bereits verlegt worden.
Für die Verlegung des Seekabels wurde
ein Spezialschiff der Norddeutschen Seekabelwerke
eingesetzt. Zukünftig sollen
damit auch die geplanten Offshore-
Windparks per Kabel mit dem Festland
verbunden werden. Es handelt sich um
eine eigens umgerüstete 90 m lange Barge
mit einem Kran und einer eigenen Legeeinrichtung.
Das 7 m hohe Spülschwert
schafft mit einem Wasserdruck von maximal
16 bar eine 1,50 m tiefe Rinne im
Nordseeboden. Das ca. 100 mm starke
Stromkabel fällt durch sein hohes Eigengewicht
(16 kg/m) von selbst hinein.
Durch den Wasserdruck schließt sich die
Rinne wieder. So konnten bei guten Witterungsbedingungen
bis zu 4.000 m Kabel
pro Tag verlegt werden.
„Es handelt sich um das längste Seekabel
Deutschlands zur Stromversorgung
einer Insel,” erklärt Klaus Lewandowski,
Netzvorstand der E.ON Hanse AG.
„Das ca. 800 t schwere Seekabel wurde
von den Norddeutschen Seekabelwerken
komplett in einem Stück produziert.
Dadurch entfallen die störungsanfälligeren
Muffenverbindungen unter Wasser.“
Eine 300 m HDD-Bohrung vom Strand
der Düne in die Nordsee ermöglichte seeseits
den Einzug des Kabels in das neu
verlegte PE-HD-Rohr Da 225 x 20,5 mm.
Der Dünensand wirkte dabei sehr abrasiv
auf die Bohr- und Räumwerkzeuge und
erforderte auch die sorgfältige Anpassung
der Bohrsuspension, damit diese ihre stabilisierende
Wirkung für den Bohrkanal
entfalten konnte.
Mit Hochdruck wird nun am Lückenschluss
auf etwa 2,5 km Länge vom Punkt
der Kabelanlandung im Norden der
Düne zum bisherigen Kraftwerk auf der
Hauptinsel gearbeitet.der Hauptinsel zur „Düne“ besteht
seit einigen Jahren in 25 m Tiefe unter
dem Meeresboden ein 1.300 m langer
Versorgungsdüker. In diesem Schutzrohr
liegen die Druckrohre für Wasser
und Abwasser sowie Kabelschutzrohre
für Telekommunikationsleitungen. Des
Weiteren befindet sich auch ein Leerrohr
in dem Versorgungsdüker, in das die
neue Stromleitung eingezogen werden
soll.
Das Kabel mit einem Seil direkt in das
Leerrohr einzuziehen war wegen des
Dükerradius und der dadurch möglichen
Beschädigung des Rohres zu riskant.
Die mit den Einzugsarbeiten beauftragte
Firma Paasch aus Damendorf
schlug vor, das Kabel mit dem Bohrgestänge
der HDD-Bohrtechnik einzuziehen.
Gesagt, getan: Am Anfang und
Ende des Dükers wurde als „Bypass“
ein Rohr von der Oberfläche bis zur
Verlegetiefe des Dükers verlegt und an
das im Düker vorhandene Leerrohr
angeschlossen.
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