Isny im Allgäu (D - BW) Die Glocken der Nikolaikirche
Автор: Glockenfampf
Загружено: 2016-03-26
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Mit den Glocken H°-cis'-dis'-c'' besitzt die Nikolaikirche der evangelischen Gemeinde Isny ein besonders klangvolles und historisch wertvolles Geläut. Noch zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges 1643 wurden diese vier Glocken von den lothringischen Wandergießern Rosier in Isny gegossen.
Im Jahre 1631 erlebte die Stadt Isny ein Inferno. Beim großen Stadtbrand wurden große Teile der Stadt komplett vernichtet. Auch die Nikolaikirche war schwer beschädigt. Der Turm und das Kirchenschiff waren besonders betroffen.
Der Wiederaufbau zog sich bis in das Jahr 1642 hin in dem der Turm in seiner heutigen Gestalt vollendet werden konnte. Zu dieser Zeit kamen die Glockengießermeister Rosier auf den Wunsch der Bürger nach Isny um der Nikolaikirche wieder ein #Geläut zu geben.
Unter der großen Mithilfe der Bevölkerung konnten im Jahre 1643 insgesamt vier #Glocken [1+2+3+4] gegossen werden, die bis heute das tontiefste, zusammenhängende Barockgeläut des Allgäus bilden. Viele der Bürger, die damals ihr Letztes für die Herstellung der Glocken gaben, sind im dem umfangreichen Schriftenband auf dem Hals der großen Glocke erwähnt.
Diese Glocken blieben bis zum Jahre 1942 unangetastet im Turm. Zu Kriegszwecken wurden jedoch die Glocken [2+3] in diesem Jahr vom Turm geholt. Die kleine Glocke [4] wurde dadurch gerettet, dass sie nach Kißlegg zur dortigen evangelischen Gemeinde gegeben wurde, die alle ihre Glocken abgeben musste.
Glücklicherweise kehren die Glocken bis auf die kleine [4] alle wieder zurück. Die kleine Glocke blieb bis zur Sanierung des Geläutes in Kißlegg.
Der marode hölzerne Glockenstuhl wurde in den 1960er Jahren durch einen Stahlglockenstuhl mit gekröpften Jochen ersetzt.
Dieser Glockenstuhl brachte jedoch keine Verbesserung im Bereich der Turmschwingungen mit sich. Zudem war dieser gute 40 Jahre auch sehr stark geschädigt.
Im Jahre 2006 fand eine umfangreiche Sanierung der Glockenanlage statt. Zu diesem Anlass wurde die kleine Glocke [4] wieder aus Kißlegg nach Hause geholt und die Glocken wieder in zwei Glockenstuben verteilt. In der oberen Glockenstube findet sich nun auch Platz für eine etwaige Ergänzung des Geläutes.
Gestützt auf die mächtige große Glocke erhebt das Geläut sonntags seine Stimme. Im Gesamtverbund sind die drei großen Glocken [1+2+3] dabei nur schwerlich als historische Glocken zu identifizieren, da diese dem Klangstandart moderner Glocken sehr nahe kommen.
Die frühere Freie Reichsstadt #Isny ist besonders stolz auf ihre religiös-kulturelle Vergangenheit. Gilt sie doch als einer der ersten Orte im ehemaligen Heiligen-Römischen-Reich Deutscher Nation, in dem es so etwas wie Religionsfreiheit gab.
Die Nikolaikirche stammt in ihren Ursprüngen noch aus dem 13. Jahrhundert. Begonnen wurde sie nach dem großen Stadtbrand von 1284.
Zu Zeiten der Reformation wurde die direkt neben dem Kloster St.Georg errichtete Pfarrkirche St.Nikolai protestantisch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Zeiten der Bauernkriege konnte das benachbarte Kloster jedoch weiterbestehen. Evangelische und katholische Christen leben fortan Tür an Tür. noch heute prägen die beiden Türme das Stadtbild von Isny.
Ich möchte mich bei den Verantwortlichen der ev. Gemeinde Isny im Allgäu für die Ermöglichung dieser Aufnahme herzlich bedanken !
Ich wünsche ein frohes und gesegnetes Osterfest 2016 !
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