Was es rund um Eilenburg alles zu sehen gibt ... Abschiedsfahrt für 772 130
Автор: Jochen Pursche's Rock'n'Rail Channel
Загружено: 2024-11-06
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Nach den erfolgreichen 'Texas'-Pendelfahrten ab Querfurt (siehe Video 'Mit der Ferkeltaxe nach Texas') im Jahre 1999 kam der Autor auf die Idee, eine weitere ähnliche Fahrt zu organisieren, die in den Köpfen 'hängen bleibt'. Dabei kam ein eher trauriger Anlaß als "Aufhänger" zu Hilfe, denn die rote 'Ferkeltaxe' 772 130, welche wir bei den Querfurt-Fahrten hatten, stand zur Ausmusterung an. Unser 'Team'-Lokführer Arnd Zorn gab den Anstoß, doch eine Abschiedsfahrt zu organisieren. Nun - Ziele gab es noch genug, und die Wahl fiel schnell auf die Zschornewitzer Kleinbahn (siehe Video 'Auf den Spuren der Zschornewitzer Kleinbahn'), mit einigen anderen kleinen Highlights zuvor.
Doch der '130' hatte 'den Kanal voll', er musterte sich wenige Tage zuvor 'selbst' aus... Oh je - guter Rat teuer..! Doch wir bekamen ein gleichartiges Fahrzeug aus Nordhausen gestellt, das Arnd am Tag zuvor selbst holen mußte. Nun ja, zwar nicht das Original, aber wir konnten fahren!
Viel Arbeit gab es zuvor, wir sehen es im Video gleich am Anfang. Man braucht schon einen gewissen 'Verrücktheitsgrad', um das alles, inclusive Dornen in Haut, Schuh und Kopf, für eine einzige Fahrt auf sich zu nehmen! Doch genau diese brach liegenden Anschlußbahnen 'strategische Umfahrung Eilenburg' und Kieswerk Sprotta hatten es dem Autor angetan - und das mußte gelingen! Wie heißt es? "Die Welt braucht Verrückte"! Der Autor hat sich das zum Leitsatz gemacht.. 😉
Diese oben erwähnten 'kleinen Highlights zuvor' sind unser heutiges Thema, denn wir begannen die Tour mit einem kleinen 'Eilenburg spezial'. Zuerst ging es nach Doberschütz, in die Anschlußbahn des Bundeswehrdepots Mockrehna (nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Strecke Mockrehna - Gneisenaustadt Schildau!). Hier durften wir bis an das Kasernentor fahren. Kurz, aber sehenswert, und - bereist!
Wieder zurück in Eilenburg, ging es sofort auf die Heidebahn, zuerst bis Eilenburg Ost. Ab dort waren wir als Sperrfahrt unterwegs, was niemandem störte, denn der Reiseverkehr war längst eingestellt und der spärliche Güterverkehr fand zu anderer Zeit statt. Wir fuhren zuerst bis zum Abzweig Mörtitz, um nun auf den Ostteil der strategischen Muldenquerung zu fahren. Diese war noch bis etwa 500 m vor der Mulde befahrbar, aber längst bertrieblich gesperrt. Die Sperrung wurde extra für unsere Fahrt noch einmal aufgehoben. Diese Strecke war ein Teil eines Programms der DDR-Führung zur "Störfreimachung" im sogenannten "Ernstfall", und hier hätte man mittels einer Pontonbrücke Eilenburg umfahren können, wenn z.B. die Muldenbrücke zerstört gewesen wäre. Es gab solche Anlagen u.a. auch bei Strehla und Dommitzsch an der Elbe.
Wünsche nach dem Bereisen derartiger Anlagen waren damals schon problematisch. Wir haben uns zu bedanken, denn wir hatten einen sehr aufgeschlossenen Eisenbahnbetriebsleiter auf unserer Seite, der ein Herz für unsere Belange hatte und uns nach Kräften unterstützte.
Zurück auf der Heidebahn, immer noch Sperrfahrt, ging es ein kurzes Stück wieder Richtung Eilenburg, um dort in den Übergabebahnhof des Kieswerks Sprotta einzufahren. Dieser ist jedoch nur die 'Spitze des Eisbergs', denn mittels Kopfmachen darin gelangt man auf die eigentliche, fast 3 km lange Anschlußbahn ins Kieswerk, die wir natürlich bis zum Prellbock bereisten.
Leere, verwaiste Gleise, nicht ein einziger Wagen - ein Jammer! Aus dieser Anschlußbahn, deren Übergabebahnhof elektrifiziert war und in die man signalisiert ein- und ausfahren konnte, fuhren täglich mehrere Ganzzüge in alle Teile des Landes ab, und kamen Leerzüge an. Das alles ging durch die veränderten Marktbedingungen nach der Wende den Bach runter. Kies wurde nur noch in kleinen Mengen benötigt, und die übernahm der LKW. Die Großbaustellen, die stets die Abnehmer der Ganzzüge waren, gab es nicht mehr.
Nun hatten wir aber doch etwas Verspätung eingefahren, denn die betrieblichen Prozesse in den Anschlußbahnen dauerten doch etwas länger als vorausgeplant. Deshalb ging es nun schnurstracks über die Heidebahn nach Bad Schmiedeberg (siehe Video 'Die Heidebahn'). Eine geplante Scheinfahrt in der Heide mußten wir leider streichen, denn wir mußten wieder in den Plan kommen.
Die vierte Anschlußbahn im Bunde, die wir besuchten, war die der Steinzeugwerke Bad Schmiedeberg, welche direkt aus dem Bahnhof in südöstliche Richtung herausführt und ca. 1 km lang ist. Auch hier ging es nur bis in den Übergabebahnhof, hinter das Tor gab es keine Genehmigung.
Damit war das kleine 'Eilenburg spezial' beendet, und wir fuhren nun über Pratau nach Burgkemnitz, zur Zschornewitzer Kleinbahn.
Es wurde, was es werden sollte - eine weitere unvergeßliche Sonderfahrt! Etliches davon ist heute nicht mehr zu realisieren. So ist das Bundeswehrdepot Mockrehna längst geschlossen, die strategische Bahn durch die Bundesstraße unterbrochen, das Steinzeugwerk ohne Bahntransport. Einzig Sprotta hat sich erholt und verlädt wieder Züge.
Gute Reise - und schaut gern noch mal die "Fortsetzung" an..
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