WEIDEN i.d.OPf. (WEN), Stadtpfarrkirche St. Josef - Historische Glocke und Vollgeläut (Turmaufnahme)
Автор: unteroktav
Загружено: 2020-10-31
Просмотров: 6626
Tonfolge: as°-b°-c¹-es¹-f¹-as¹
6) SCHUTZENGELGLOCKE (Tauf- und Messglocke)
Schlagton: as¹
Gewicht: ca. 575 kg
Durchmesser: 978 mm
Gießer und Gussjahr: Karl Otto (Bremen-Hemelingen) 1949
Keine Inschriften
5) BARBARAGLOCKE (Sterbe- und Messglocke)
Schlagton: f¹
Gewicht: ca. 950 kg
Durchmesser: 1.150 mm
Gießer und Gussjahr: Karl Otto (Bremen-Hemelingen) 1949
Inschrift:
"ULTIMA IN MORTIS HORA BARBARA PRO NOBIS ORA"
4) MARIENGLOCKE (Gebetsglocke)
Schlagton: es¹
Gewicht: ca. 1.350 kg
Durchmesser: 1.305 mm
Gießer und Gussjahr: Karl Otto (Bremen-Hemelingen) 1949
Inschrift:
"AVE MARIA GRATIA PLENA"
3) JOSEFSGLOCKE (Sonntagsglocke)
Schlagton: c¹
Gewicht: ca. 2.250 kg
Durchmesser: 1.552 mm
Gießer und Gussjahr: Karl Otto (Bremen-Hemelingen) 1949
Inschrift:
"JOSEF NOSTER PATRONUS LEVA NOSTRUM ONUS"
2) DREIFALTIGKEITSGLOCKE
Schlagton: b°
Gewicht: ca. 3.150 kg
Durchmesser: 1.730 mm
Gießer und Gussjahr: Max Gugg (Straubing) 1900
Inschrift:
"VOCO VOS AD SACRA VENITE DUM TRAHOR AUDITE!"
1) CHRISTKÖNIGSGLOCKE (Festtagsglocke)
Schlagton: as°
Gewicht: ca. 4.550 kg
Durchmesser: 1.965 mm
Gießer und Gussjahr: Karl Otto (Bremen-Hemelingen) 1949
Inschrift:
"PAX VOBIS!"
- -
Die rund 41.000 Einwohner zählende Stadt Weiden liegt in der nördlichen Oberpfalz, ca. 100 km östlich von Nürnberg. Neben der evangelischen Stadtkirche prägen die Doppeltürme der Josefskirche das Stadtbild entscheidend mit. Das Gotteshaus wurde in den Jahren 1900/1901 erbaut und gilt als größte Kirche, die seit dem Mittelalter im Bistum Regensburg errichtet wurde.
Seit 1656 gab es in Weiden das Simultaneum. Katholiken und Protestanten benutzten gemeinsam die St.-Michaelskirche, wodurch immer wieder Schwierigkeiten entstanden. Der sprunghafte Anstieg der Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlangte eine Lösung dieser Probleme. So wurde für die katholische Gemeinde die St.-Michaelskirche zu klein und man entschied sich für den Bau eines eigenen katholischen Gotteshauses.
Nach dem Entschluss zur Auflösung des Simultaneums in Weiden erwogen zunächst die Verantwortlichen eine Erweiterung der alten Pfarrkirche St. Michael, aber ein Gutachten vom 10. März 1896 verwarf dieses Vorhaben aus statischen und künstlerischen Erwägungen. Daraufhin entschloss man sich zu einem Neubau und überließ die bisherige Pfarrkirche gegen eine Entschädigung von 100.000 Mark der evangelischen Gemeinde.
Der Entwurf für den Kirchenneubau stammte von dem Münchner Architekten Johann Baptist Schott, der in Bayern zu den meistbeschäftigten Kirchenbaumeistern des späten Historismus gehörte. Durch den Einsatz von Stadtpfarrer Max Josef Söllner konnte im Mai 1899 der erste Spatenstich gemacht werden; am 24. Juni desselben Jahres erfolgte die feierliche Grundsteinlegung durch den Regensburger Bischof Ignatius von Senestrey. Am 11. November 1900 nahm Pfarrer Söllner die Benediktion der neuen Kirche vor und das Simultaneum konnte feierlich aufgelöst werden. Nach der Vollendung des Hochaltars konsekrierte Bischof Ignatius von Senestréy die Kirche am 29. September 1901. Bis 1903 war die erste Gestaltung des Innenraumes abgeschlossen.
Schott wählte für St. Josef eine strenge, an romanischen Vorbildern orientierte Architektur. Durch seine Vorlieben für Lisenen, Rundbogenfriese und Zwerggalerien zeigt er, dass er sich von den romanischen Kirchen Kölns beeinflussen ließ. Das betrifft den Grundriss mit dem langgestreckten Hauptchor, die beiden Nebenchöre und die ausladenden, apsidial gerundeten Querhausarme. Im Innern ist die dreischiffige Kirche zwar durchgehend gewölbt, aber sparsam strukturiert und erinnert an ähnlich zurückhaltende Innenräume wie die Abteikirche Maria Laach oder Kirchen der Hirsauer Reformbewegung.
Nach den Entwürfen Schotts wurden zwischen 1900 und 1903 auch der Hochaltar, die vier Seitenaltäre, die Kanzel und die Orgel angefertigt, so dass die stilistische Einheitlichkeit gewahrt blieb. 1901 füllte der Münchner Maler Franz Hofstötter die Hauptapsis mit Gemälden. Er malte in die Apsiswölbung eine monumentale Darstellung des Gnadenstuhls, zwischen die Apsisfenster Ganzfiguren der Apostel und darunter kleine Rechteckbilder mit Szenen aus dem Alten Testament.
Nachdem die Bemalung der Hauptapsis sowohl den Künstler wie auch die Pfarrgemeinde nicht zufriedengestellt hatte, schlug Franz Hofstötter eine grundlegende Umgestaltung vor. 1905 lieferte er Entwurfzeichnungen für die Neugestaltung der Kirche. Um den Stilwandlungen der Zeit zu folgen, hatte sich der Maler dem Jugendstil zugewandt. Die Entwürfe sahen auch die Ausstattung des Presbyteriums und des Querhauses einschließlich Vierungsgewölbe vor. 1914 konnte die Umgestaltung vollendet werden.
St. Josef zählt heute zu den wichtigsten Kirchenbauten Deutschlands, die konsequent im Jugendstil ausgestattet wurden.
(Quelle: www.wikipedia.de)
- -
Videos, Fotos und Tonaufnahme: unteroktav
Herzlichen Dank an die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde St. Josef für die Ermöglichung der Aufnahmen!
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео mp4
-
Информация по загрузке: