Helgoland Geschichte - MS Wappen von Hamburg
Автор: PARADOX Video Kanal
Загружено: 2025-01-24
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Helgoland Geschichte - MS Wappen von Hamburg
Kamera, Schnitt, digitale Bearbeitung, Musik, Sprecher: B.J. Antony
Aufgenommen analog mit S-VHS anno 1995 und 2003
Als die eigentliche Wappen von Hamburg dürfte den meisten Insulanern sowie ihren Gästen das dritte Seebäderschiff dieses Namens in Erinnerung sein, diente sie doch gute vier Jahrzehnte im Helgolandverkehr und bescherte manch Reisendem unvergessliche Erlebnisse, davon kann sicher die eine oder der andere in Gedenken an so manche Fahrt berichten. So ist es kein Wunder, dass sie in Freundeskreisen fast liebevoll einfach nur „Wappen“ genannt wurde. Und vor allem das Übersetzen mit den Börtebooten blieb als ein ganz besonderes Abenteuer im Gedächtnis, das es nur auf der Hochseeinsel Helgoland gab.
Das Licht der Welt erblickte die Wappen auf der Werft Howaldtswerke Hamburg mit dem Stapellauf am 16. Februar 1965. Sie wurde von vornherein für den Helgolanddienst gebaut, bediente bis 1982 zunächst die Route Hamburg-Cuxhaven-Helgoland. Da die Fahrt von Hamburg die Elbe hinunter bis Cuxhaven aber doch recht lange dauerte und nicht gut ausgelastet war, fuhr sie ab 1983 nur noch auf der kürzeren Route Cuxhaven-Helgoland.
Die Wappen von Hamburg zeigte sich mit einer Länge von 109,6 m und eine Breite von 15,0 m recht stattlich. Auf fünf Decks mit zehn Salons bot sie Platz für 1.800 Passagiere. Die zwei MAN Dieselmotoren mit 10.160 PS Leistung brachten sie auf eine Geschwindigkeit von 22 Knoten, das entspricht 40 km/h. Außerdem verfügte sie über vier Stabilisatoren und zwei Propeller und wurde als schnellstes Seebäderschiff mit dem blauen Band der Helgolandflotte ausgezeichnet. Man konnte sich wohl fühlen auf der Wappen, dafür sorgten u.a. zwei Restaurants, ein Aussichtssalon, eine Disko und diverse Cafés. Für ein Seebäderschiff auf dieser Route einmalig, verfügte das Schiff über Zwei- und Dreibettkabinen, die von Gästen genutzt werden konnten. Dieser Komfort sorgte dafür, dass das Schiff in den 1960er und 1970er Jahren zumeist ausgebucht und somit wirtschaftlich überaus erfolgreich war. Erst in den 1990er Jahren ging die Auslastung fortwährend zurück, was wohl auch dem Aufkommen der Katamarane geschuldet war, die die Route nicht nur deutlich schneller fuhren, sondern auch für viele Reisende bequemer, im Südhafen direkt am Kai anlegten; denn sie konnten wegen fehlender Ausstiegsluke nicht von den Börtebooten bedient werden.
Die letzte Fahrt der Wappen von Cuxhaven nach Helgoland wird offiziell auf den 30. September 2006 datiert. Im Dezember 2006 kündigte die Förde Reederei Seetouristik an, das Schiff zur nächsten Sommersaison 2007 außer Dienst zu stellen und durch die vom Cuxhavener Reeder Cassen Eils gecharterte und wesentlich kleinere " ATLANTIS" zu ersetzen. Nach Angaben der Reederei standen die Kosten für Betrieb und Instandhaltung nicht mehr im Verhältnis zur schwachen Auslastung des einstigen Flaggschiffes der Helgoländer Seebäderflotte. Die WAPPEN VON HAMBURG wurde in "MERCATOR II" umbenannt und lief unter Panama-Flagge letztmalig am 14. Juni 2007 aus dem Cuxhavener Hafen aus. Ein geplanter Umbau 2009 in Bremerhaven scheiterte, vor allem wohl an den Kosten für die Sicherheitsauflagen. Letzten Endes blieb von dem einstigen Flaggschiff nur noch ein teilzerlegtes, vom Eigentümer aufgegebenes Wrack.
Inzwischen ist die Ära der weißen Flotte auf Reede vor Helgoland mit dem Ein- und Ausbooten der Börte längst Geschichte. Alle Schiffe legen im Süd- oder Binnenhafen an, außerdem bedienen vornehmlich nur noch Katamarane die Helgolandroute. Das entspricht der schnelllebigen Zeit und ist wie gesagt bequemer, zumal die Katamarane bei über 1 m Wellenhöhe nicht mehr fahren. Sicherheitsgründe, könnte ja was passieren und so bleiben diese modernen Schiffe im ruhigen Fahrwasser, da wirkt die schnelle Überfahrt eher wie eine Busreise auf See. Werfen wir noch einen letzten Blick auf die auslaufende Wappen von Hamburg und erinnern uns an eine aufregende Zeit mit echten See-Erlebnissen.
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