F. Schubert-J. W. Goethe: Gretchen am Spinnrade Op. 2, D118 Dimitra Doumeni (Δήμητρα Δουμένη)
Автор: Dimitra Doumeni
Загружено: 2025-07-18
Просмотров: 183
Music: Franz Schubert
Poetry: Johann Wolfgang Goethe
Voice: @DimitraDoumeni (Δήμητρα Δουμένη)
Piano Accompaniment: @DimitrisVezyroglou (Δημήτρης Βεζύρογλου)
Aris Garoufallys Concert Hall at the @AthensConservatoire 14/7/2025
@goetheinstitut
Gretchen am Spinnrade ist ein Kunstlied von Franz Schubert von 1814. Es basiert auf einer Szene aus der Tragödie Faust I von Johann Wolfgang von Goethe. Schubert veröffentlichte es 1821 als Op. 2 (D 118).
Gretchen singt während des Spinnens und denkt dabei an Faust, den sie zuvor flüchtig auf der Straße getroffen hat (was als erste Reaktion darauf bereits ihren Monolog mit dem Lied Es war ein König in Thule hervorgerufen hat). Nach einem längeren Gespräch im Garten mit Faust und später einem Kuss im Gartenhäuschen ist sie von dem Ansturm der Gefühle ganz aus der Bahn geworfen. In dieser Situation singt sie das Lied, das allein ihren Monolog in ihrer Stube während des Spinnens bildet. In der darauffolgenden Szene trifft sie Faust erneut und stellt die berühmte Gretchenfrage („Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“), um Ordnung in ihr Leben zu bringen. Das Lied ist also der Gipfel der Krise.
Meine Ruh’ ist hin,
Mein Herz ist schwer,
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr.
Wo ich ihn nicht hab’
Ist mir das Grab,
Die ganze Welt
Ist mir vergällt.
Mein armer Kopf
Ist mir verrückt
Mein armer Sinn
Ist mir zerstückt.
Meine Ruh’ ist hin,
Mein Herz ist schwer,
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr.
Nach ihm nur schau’ ich
Zum Fenster hinaus,
Nach ihm nur geh’ ich
Aus dem Haus.
Sein hoher Gang,
Sein’ edle Gestalt,
Seines Mundes Lächeln,
Seiner Augen Gewalt.
Und seiner Rede
Zauberfluss.
Sein Händedruck,
Und ach, sein Kuss!
Meine Ruh’ ist hin,
Mein Herz ist schwer,
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr.
Mein Busen drängt sich
Nach ihm hin.
Ach dürft’ ich fassen
Und halten ihn.
Und küssen ihn
So wie ich wollt’
An seinen Küssen
Vergehen sollt’!
English translation by Richard Stokes:
My peace is gone
My heart is heavy;
I shall never
Ever find peace again.
When he’s not with me,
Life’s like the grave;
The whole world
Is turned to gall.
My poor head
Is crazed,
My poor mind
Shattered.
My peace is gone
My heart is heavy;
I shall never
Ever find peace again.
It’s only for him
I gaze from the window,
It’s only for him
I leave the house.
His proud bearing
His noble form,
The smile on his lips,
The power of his eyes,
And the magic flow
Of his words,
The touch of his hand,
And ah, his kiss!
My peace is gone
My heart is heavy;
I shall never
Ever find peace again.
My bosom
Yearns for him.
Ah! if I could clasp
And hold him,
And kiss him
To my heart’s content,
And in his kisses
Perish!
The profile picture was taken in Goethe's House in Frankfurt
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