WUPPERTAL-ELBERFELD [D] - evang. Christuskirche - Vollgeläute
Автор: Glockenkunde Deutschland
Загружено: 2023-07-02
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Eines der wertvollsten Geläute der Stadt Wuppertal läutet im Turm der evangelischen Christuskirche in Elberfeld.
Über die Baugeschichte der Kirche: Der erste Spatenstich fand 1898 statt. Am 15. Mai 1899 konnte dann der Grundstein gelegt werden, dessen Inschrift aus Hebräer 13, Vers 8 auf die Grundlage von Kirche und Gemeinde Bezug nimmt: „Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Baubeginn für die Kirche war im Mai 1899, am 5. Dezember 1901 wurde sie durch den Generalsuperintendenten Valentin Umbeck eingeweiht.
Der Kirchenbau ist nach Osten ausgerichtet. Ein quadratischer 70 Meter hoher Turm mit einem achteckigen Aufbau, an den sich zwei Treppenhäuser anlehnen, bestimmt die Westfassade. Den einschiffigen, längsrechteckigen Raum erweiterte Plange durch zwei kurze Querarme zu einem lateinischen Kreuz, die zwei Joche des Langhauses und die Querarme wurden mit stützenlosen Emporen überbaut. Die verhältnismäßig große Vierung verlieh dem Gebäude dennoch den Eindruck eines Zentralbaus, der durch die konkave Sängertribüne im polygonalen Chor und die halbrunde Emporenbrüstung an der westlichen Empore verstärkt wurde. Altar, Kanzel, Sängerempore und Orgel waren zentral hintereinander angeordnet, die Bänke im Parterre kreisförmig auf Altar und Kanzel ausgerichtet. Interessant ist dabei, wie Plange Bauformen des Bergischen Barock mit den Ideen des Wiesbadener Programms verband, das den Gemeinderaum eng um Altar und Kanzel anordnet. Auch die Friedhofskirche von Johannes Otzen mag hier Anregungen gegeben haben.
Drei der vier Christuskirchenglocken waren nach dem Krieg auf der Glockensammelstelle bei Hamburg wiedergefunden worden und standen bereits wieder im Turm. Die kleinste, die Stundenglocke der Uhr blieb jedoch verschollen, so dass man sich entschloss, die Zifferblätter zu entfernen und auf eine Uhr zu verzichten. Noch heute läuten diese drei Glocken mit dem Gesamtgewicht von knapp 7,5 Tonnen zu den Gottesdiensten der evangelischen Gemeinde. Das Geläut fällt besonders durch die Tiefe und Grundtönigkeit auf. Es sucht in dieser Form nach seinesgleichen im Rheinland. Glocke 2 wurde in den 1970er Jahren sehr umfangreich geschweißt, nachdem dort Risse festgestellt wurden.
Glockendaten:
1. Predigtglocke
Schlagton: a°-6
Gießer: Franz Schilling, Apolda
Gussjahr: 1901
Gewicht: 4.024 kg
Durchmesser: 1.880 mm
2. Betglocke
Schlagton: c'-2
Gießer: Franz Schilling, Apolda
Gussjahr: 1901
Gewicht: 2.316 kg
Durchmesser: 1.550 mm
3. Sakramentsglocke
Schlagton: e'-8
Gießer: Franz Schilling, Apolda
Gussjahr: 1901
Gewicht: 1.140 kg
Durchmesser: 1.235 mm
Motiv: a-Molldreiklang
Ich bedanke mich ganz herzlich bei dem Küster für die Auskunft über die Läuteverhältnisse in der Christuskirche.
Aufnahme von Sonntag, den 17. Juli 2022 um 10.15 Uhr zum Einläuten der Sonntagsmesse.
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