LP: Bagger 1473 SRs 1500 (Das blaue Wunder) 2.0
Автор: HeimiHaimi DonChichon
Загружено: 2023-05-30
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Mein 3 Ausflug zum "Blauen Wunder". Diesmal nur ich und ganz viel Zeit fürs Detail ;-)
Historischer Bezug:
Bagger 1473
Der Bagger 1473 mit der Typenbezeichnung SRs 1500[1] ist ein Schaufelradbagger, der 1964/1965 vom VEB Schwermaschinenbau Lauchhammerwerk hergestellt wurde und bis 2002 im Einsatz war.
Aufgrund seiner blauen Farbgebung wird der Schaufelradbagger landläufig auch „Blaues Wunder“ genannt.
1964/1965 wurde der Schaufelradbagger im Tagebau Meuro aufgebaut und anschließend bis zur Einstellung der Kohleförderung im Jahre 1999 dort für den Abtrag des Deckgebirges verwendet. Lediglich von 1986 bis 1987 wurde der Schaufelradbagger vorübergehend im benachbarten Tagebau Welzow-Süd eingesetzt.[2]
Zwischen 1999 und 2002 diente er im ehemaligen Tagebau Meuro noch zur Rekultivierung und sollte dann verschrottet werden. Die Städte Senftenberg und Großräschen sowie die Gemeinde Schipkau wollten den Bagger jedoch erhalten und setzten sich erfolgreich für eine Übernahme ein. 2003 erfolgte die Umsetzung des Baggers an den Südwestrand des ehemaligen Tagebaus bei Hörlitz.
Anfang 2019 wurde bekannt, dass der Schaufelradbagger verschrottet werden soll. Ausschlaggebend für diese Entscheidung der Kommunen war der zunehmende Verfall und Vandalismus gewesen. Lediglich Teile des Baggers, wie etwa das Schaufelrad, sollten erhalten bleiben.[3] Nachdem zahlreiche Bürger, darunter ehemalige Bergbauarbeiter, ihren Unmut über die Pläne äußerten (z. B. mittels Leserbriefen), wurde das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege auf die geplante Verschrottung aufmerksam und setzte den Bagger auf die amtliche Denkmalliste.[4][5] Die Kommunen kündigten daraufhin einen Antrag zur Aufhebung des Denkmalschutzes an.
Technische Daten
Der Schaufelradbagger verfügte im Betrieb über eine Leistung von 5555 kW und wurde mit einem 6-kV-Stromkabel versorgt.
Insgesamt ist der Schaufelradbagger etwa 50 Meter hoch und rund 171,5 Meter lang. Das sechsteilige Raupenfahrwerk mit einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von 6 Metern pro Minute trägt die Gesamtmasse von 3850 Tonnen.[2]
Mit 10 Schaufeln à 1,5 Kubikmeter und 57 Schüttungen pro Minute (sogenannte Schüttungszahl) erreicht der Bagger eine theoretische Abbauleistung von 5130 Kubikmeter pro Stunde. Der Schaufelrad-Durchmesser beträgt 12,5 Meter und die Schnittgeschwindigkeit 3,73 Meter pro Sekunde.[8]
Die Konstruktion des Radauslegers mit einer Länge von 67 Meter ermöglicht eine Abtragungshöhe von bis zu 35 Meter und eine Abtragungstiefe von bis zu 15 Meter.
Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.07.2019:
"Der Schaufelradbagger soll im kommenden Winter verschwinden. Der Schipkauer Bauamtsleiter Martin Konzag zeigt sich nach wie vor optimistisch, dass dieser Zeitpunkt gehalten werden kann. Schließlich, so sagt der Fachmann, nage der Zahn der Zeit immer stärker an der Landmarke auf der Kippe zwischen Lausitzring und Hörlitz. Nicht zuletzt sorgen Vandalen für weitere Schäden am Blauen Wunder, wie das Gerät im Volksmund bezeichnet wird. Die Gemeinde Schipkau bildet zusammen mit den Städten Senftenberg und Großräschen die Eigentümergemeinschaft des Schaufelradbaggers 1473.
Denkmalschutz muss Erlaubnis erteilen
Doch die Denkmalschützer wollen das im Jahr 1964 in Lauchhammer gebaute Großgerät um jeden Preis erhalten. Erst im Frühjahr dieses Jahres wurde es unter Schutz gestellt. Der Schaufelradbagger ist wirtschafts- und sozialgeschichtlich sowie städtebaulich bedeutsam. Diese Eigenschaften bleiben bestehen, solange er physisch existent ist. Daher ist eine Löschung aus der Denkmalliste rein rechtlich nicht möglich , erklärt Julia Küchle vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege.
Bestehen allerdings Gründe, die einen Abriss rechtfertigen, so müsse eine entsprechende Erlaubnis von der Denkmalschutzbehörde des Oberspreewald-Lausitz-Kreises eingeholt werden. Diese entscheide dann nach Rücksprache mit dem Landesamt und dessen fachlicher Prüfung der Unterlagen. Dies wird der Gemeinde Schipkau auch so mitgeteilt , sagt Küchle.
Quelle: Wikipedia, Lausitzer Rundschau
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