Reisseck-Höhenbahn Schoberboden - Seenplateau (AT)
Автор: Jungfrau Media Productions
Загружено: 2023-01-31
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Um die Baustellen der Staumauern am grossen und kleinen Mühldorfer See erreichen zu können, baute man nicht nur die drei Reisseck-Standseilbahnen von Kolbnitz bis zum Schoberboden, sondern auch eine daran anschliessende, gute drei Kilometer lange Höhenbahn. Deren Strecke verlief zu ungefähr zwei Dritteln in einem Tunnel entlang der im Zuge des Kraftwerksbaus errichteten Triebwasserleitung.
Nach Abschluss der Bauarbeiten kam schon bald die Idee auf die Bahnen touristisch zu nutzen. 1962 nahmen die drei Standseilbahnen den öffentlichen Betrieb auf, drei Jahre später auch die Höhenbahn, die damit eine der höchstgelegenen öffentlichen adhäsionsbahnen Europas war.
Anfänglich kamen seitlich offene Wagen zum Einsatz, die von einer Diesellok gezogen wurden. 1983 wurden zwei geschlossene Steuerwagen, sowie eine etwas leistungsfähigere welche fortan den Planbetrieb übernahmen. Die Diesellok befand sich mittig zwischen den beiden Wagen. Zwar gab es ungefähr auf halber Strecke im Tunnel eine Ausweiche, üblicherweise befand sich jedoch jeweils nur eine Garnitur im Einsatz. In späteren Jahren erweiterte sich der Fahrzeugpark noch durch einen Akku-Triebwagen aus dem Jahr 1975, der zuvor bei einer Kraftwerksanlage in Kaprun im sogenannten Limbergstollen eingesetzt worden war.
Um auch bei höheren Windgeschwindigkeiten einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, befand sich auf den offenen Abschnitten bergseitig eine Führungsschiene. Ein an den Wagen angebrachter Bolzen konnte bei Bedarf ausgefahren werden und griff dann entsprechend in diese Führungsschiene um den Zug gegen ein Umkippen zu sichern.
Am 1. August 2014 beschädigte ein durch ein Unwetter ausgelöster Erdrutsch die Gleise der Höhenbahn kurz hinter dem bergseitigen Tunnelausgang. Eine Woche später wurde der Betrieb mit einem behelfsmässigen Bahnsteig direkt am Tunnelausgang wieder aufgenommen. Da aber zu diesem Zeitpunkt bereits Pläne bestanden den Tunnel aufzuweiten und im Zusammenhang mit dem Ausbau der Kraftwerksanlagen für LKWs befahrbar zu machen, wurden die Gleise nicht repariert und man legte die Höhenbahn zum Ende der Saison 2014 still. Ein geplanter Betrieb mit Bussen nach dem Abschluss der Ausbauarbeiten kam nicht zustande, da auch der Betrieb der Standseilbahnen 2016 wegen finanzieller Streitigkeiten zwischen der Betreibergesellschaft und den lokalen Gemeinden endete.
Die Fahrzeuge der Höhenbahn gelangten zum Klützer Kaffeebrenner, einer zwischen 2012 und 2014 auf der Trasse einer stillgelegten Bahnstrecke aufgebauten Kleinbahn in Mecklenburg. Der Triebwagen aus dem Limbergstollen wurde von dort im Jahr 2018 an die Parkeisenbahn im Wiener Prater abgegeben, wo er in der Folge aufgearbeitet wurde.
Baujahr: 1953
Streckenlänge: 3,3 Kilometer
Höhendifferenz: 50 Meter
Spurweite: 600 Millimeter
Stilllegung: 2014
Fahrgeschwindigkeit: 30 km/h
Fahrzeit: 8 Minuten
Anzahl Dieselloks: 3
Anzahl Akku-Triebwagen: 1
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