SCHILLER »Wilhelm Tell« mit Sepp Bierbichler, Gert Voss u.v.a. (Burg, Inszenierung: Claus Peymann)
Автор: orchestra accompaniment karaoke playback classical
Загружено: 2021-10-09
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Schiller, Goethe, Hebbel, Hauptmann, Brecht – wie kommt ein Musiker dazu, lauter Werke des Sprechtheaters hochzuladen, noch dazu vielfach Kopien von alten VHS-Kassetten mit einer Bildqualität und mit Macken, die einen beim Abspielen versucht sein lassen, das Ganze vielleicht iieber mit geschlossenen Augen als Hörspiel laufen zu lassen? Der Hauptgrund: MIt dem Abklingen der Corona-Pandemie scheint auch ein wesentlicher Lebensinhalt der letzten Jahre passé zu sein:
Das Erstellen virtueller Orchesterplaybacks, das zu einem eremitenhaft einförmigen, aber intensiven Leben geführt hat, lockt seit dem Sommer dieses Jahres (2021) keinen Opernsänger, keine Gesangsprofessorin mehr hinter dem Ofen hervor, während ich mich über zwei Jahre hinweg vor Aufträgen, Lob und Zuspruch kaum retten konnte. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu erleben, wenn man aus heiterem Himmel entdeckt, dass ein chilenischer TV-Kanal mein Lied von der Erde (Mahler) sendet, ein irischer Bariton die Lieder eines fahrenden Gesellen zu meinen Klängen so schön singt wie Fischer-Dieskau himself. Nun ist seit Monaten alles tot, es tut sich noch weniger als vor Corona. Ich habe wenig Motivation, mein Repertoire zu erweitern, aber ich entdecke, dass ich nur zu 95% Musiker bin, zu 5% bin ich auch Philologe und Literaturkundler, Sprachfetischist sowieso.
Ich finde, wer auf dem Gebiet der Vokalmusik, speziell der Oper nichts von den Texten versteht, versteht auch von der Musik nichts. Musik und Dichtkunst gehören zusammen. Ein Streichquartett und ein Sprechstück ohne Musik sind nur die Ränder einer Gesamtkunst, deren Höchstleistungen dort vollbracht wurden, wo sie einander begegnen. Das spricht weder gegen Streichquartette (absolute Musik) noch gegen Theaterstücke, in denen keine Silbe gesungen oder zu Musik gesprocheh wird. Und: Ich finde es skandalös, dass die öffentlich-rechtlichen Sender, in deren Archiven tonnenweise niveau- und kunstvolle Schätze ungenutzt vergeammeln, anstatt diese öfters hervorzukramen und zu nutzen, ihren rechtspolulistischen oder sonstwie prolligen Gegnern durch steil sinkendes Niveau die Argumente liefern. Drum hzabe ich auch keinerlei Unrechtsbewusstsein, wenn ich, wie vermutlich bei dieser Tell-Inszenierung, gegen Urheberrecht verstoße. Schuldig machen sich, wie ich finde, diejenigen, die dieses wertvolle Erbe im Keller verstauben lassen, obwohl Leute wie die eingangs genannten sicher keine schlechteren »Influencer« abgeben als die schnatternden Böhmermanns oder Baerboks unserer Tage. Trotzdem, mein Herz schlägt hauptsächlich hier:
https://www.uli-schauerte.de/orchestr...
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