Burgruine Windhaag bei Perg: Mehr als nur alte Mauern – mittelalterlicher Adelssitz & Traumaussicht!
Автор: Peter G. Walker
Загружено: 2025-08-23
Просмотров: 155
[2025-06-07] Die Burgruine Windhaag bei Perg im Mühlviertel, Oberösterreich, spiegelt die vielschichtige Geschichte der Region wider.
Die Veste, einst als "gewöhnlicher mittelalterlicher Adelssitz" genutzt, gewährt einzigartige Einblicke in den baulichen Rahmen des damaligen Lebens.
*Die Ursprünge der Veste Windhaag* reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde "Winthag im Machland" 1287. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts (um 1400) ging die Anlage an Thomas Tannpeck, der während der Ungarnkriege jedoch mit den Feinden Kaiser Friedrich III. paktierte, woraufhin dieser 1485 die Herrschaft entzog.
*Unter den Pragern* erlebte Windhaag eine Blütezeit. Laßla von Prag (Ladislaus Prager) erhielt die Herrschaft und vergrößerte sie durch Zukäufe. Er stattete Windhaag darüber hinaus mit einem Landgericht aus. Ladislaus wurde 1505 in den Freiherrenstand erhoben und ließ um 1499 die Burgkapelle errichten. Die Prager bauten die ursprünglich gotische Verteidigungsanlage zu einem wohnlicheren "Alten Schloss" um. In dieser Zeit entstanden auch weitere Bauten außerhalb des Grabens, darunter der Kapellenbau um 1512, ein Rossstall, Brauhaus und Badstübl. Die Grabtafel aus rotem Marmor und die 500 Jahre alten Fresken in der Gruft der Annakapelle, die um 1512 entstanden ist, können heute noch besichtigt werden.
*Der Aufstieg und Fall des Neuen Schlosses unter Enzmilner**: 1597 musste Friedrich von Prag, ein Enkel Laßlas, das Schloss aufgrund hoher Schulden an Lorenz Schütter auf Klingenberg verkaufen. Dessen Nachkommen veräußerten es 1630 (oder 1636) ebenfalls wegen Schulden an **Joachim Enzmilner**, einen durch die Gegenreformation reich gewordenen Juristen, der 50.000 Gulden für die Herrschaft zahlte. Enzmilner ließ ab 1642 neben dem bestehenden "Alten Schloss" ein **prächtiges neues, dreigeschossiges Bauwerk im Renaissancestil* errichten, das 1673 fertiggestellt war. Dieses Schloss galt als eines der schönsten Oberösterreichs und verfügte über Badeanlagen, Stuckdecken, eine Bibliothek mit 30.000 Büchern (dem **Grundstock der späteren Nationalbibliothek!**) und eine Gemäldegalerie. Nach Enzmilners Tod 1678 erbte seine einzige überlebende Tochter, **Eva Magdalena**, die Priorin eines Dominikanerinnenklosters, das gesamte Vermögen. Nur acht Jahre nach Fertigstellung ließ sie das luxuriöse **Neue Schloss Windhaag abreißen**, um mit dem gewonnenen Material (darunter kostbare Malereien und Brunnen, die heute in Steyr und Königswiesen zu finden sind) ein großes neues Kloster auf dem Schlossgelände zu errichten. Das "Alte Schloss" blieb zwar verschont, doch nach 1700 begann auch dort der Verfall. Bereits 1734 stürzte ein Teil des Gebäudes ein und es wurde zur Ruine.
*Die Rettung und Wiederbelebung der Burgruine**: Nachdem sich über 200 Jahre niemand um die Ruine kümmerte, kaufte die Gemeinde Windhaag 1990 das historische Gemäuer vom Domkapitel Linz. Seit 1992 setzt sich die Bürgerinitiative **"Arbeitsgemeinschaft Burgruine Windhaag"* mit tatkräftiger Unterstützung der Bevölkerung ehrenamtlich für die Sanierung und den Erhalt der über 700 Jahre alten Burg ein.
Seit 2012 ist der *sanierte Turm (Burgfried) wieder begehbar* und bietet Wanderern einen *atemberaubenden Ausblick* auf Windhaag, das Machland und sogar die Alpenkette.
Bei Grabungsarbeiten wurden sogar Keramikbruchstücke gefunden, die zu interessanten Gegenständen zusammengefügt werden konnten.
#BurgruineWindhaag #Mühlviertel #Oberösterreich #Geschichte #BurgenUndSchlösser #Mittelalter #Renaissance #JoachimEnzmilner #EvaMagdalena #Ruine #SehenswürdigkeitenÖsterreich #Ausflugsziel #Kulturwanderweg #WandernÖsterreich #TourismusMühlviertel #Austria #Historie #Familienausflug #Wandern
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео mp4
-
Информация по загрузке: