Zell a. Harmersbach (OG) Geläute von St.Symphorian
Автор: Palatinist
Загружено: 2012-11-13
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Für die im klassizistischen Baustil errichtete Kirche lieferte Friedrich Wilhelm Schilling 1950 ein neues fünfstimmiges Geläute in einer leichteren Rippe mit den Tönen
c´ - es´ - f´ - g´ - b´.
Es stellt eines seiner charakteristischen Frühwerke dar mit einer zu dieser Zeit noch unausgereiften Klangstilistik des Meisters,ähnlich wie beim gleichartigen Geläute im nahen Berghaupten. Das Geläute ist an Stahljochen im Stahlstuhl aufgehängt. Dieser Umstand und vielleicht auch bereits hartgeschlagene Klöppel sind womöglich auch für den etwas aufdringlich scharfen Gesamteindruck verantwortlich.
Zell ist eine erstmalig 1139 erwähnte Siedlung am Zusammenfluss von Harmersbach und der Nordrach als Gründung vom Benediktinerkloster Gengenbach aus. Ende des 14. Jh. stieg es zur Freien Reichstadt auf und war einst die kleinste Reichstadt im HRRDN. 1803 verlor es diesen Status und fiel wie schon einmal zuvor an das Großherzogtum Baden.
Typisch für viele Siedlungen im Schwarzwald ist die Lage ihrer Pfarrkirche außerhalb des Ortskerns mit seinem Marktplatz,so auch hier am alten Stadtrand. An der Stelle der heutigen Kirche stand seit 1206 die erste Kirche - eine einschiffige Saalkirche mit Chorturm. Das Symphorians-Patrozinium ist seit 1656 nachweisbar. Im Dreißigjährigen Krieg wurde diese erste Kirche niedergebrannt,1721/22 fand eine Erweiterung mit dem Neubau eines Turms in einer schlichten Formensprache statt,der sich bis heute erhalten hat. Der Turmhelm wurde erst 1791 aufgesetzt. Das Kirchenschiff in ebenfalls einfachen Formen mit einem hier seltenen rechteckigen Chor und plattem Chorhaupt wurde 1789-92 errichtet,das eine klassizistisch - elegante Innenausstattung erhielt.
Der barocke Orgelkasten auf der Chorbühne ist ein Werk des Straßburger Orgelmachers Johann Friedrich Merckel, sie wurde 1742 von Kollege Rohrer versetzt, wofür er sieben Wochen zugebracht haben soll. Allerdings ist das Gehäuse seit einigen Jahrzehnten leer - bis 1970 befand sich darin ein sogenanntes Fernwerk der ehemaligen Hauptorgel von Friedrich Wilhelm Schwarz / Überlingen. Die heutige Hauptorgel mit zwei Manualen und 27 Registern lieferte 1970 der Augsburger Orgelbaumeister Kubak mit betont neobarock-schneidigscharfem Klangbild. 2007 erfuhr die Orgel eine Revision mit klanglicher "Entgiftung" durch die Firma Winterhalter.
Ein Dankeschön an Bruder Stephan und an den Hausmeister für die Möglichmachung der Turmbesichtigung
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