Röbel/Müritz (MSE) - Glocken der Marienkirche
Автор: Glocken im Norden
Загружено: 2024-06-02
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Glocken der ev.-luth. Marienkirche zu Röbel
Die Kirchengemeinde der Stadt Röbel/Müritz sammelt derzeit Spenden für ihr Glockenprojekt. Wer einen Beitrag dazu leisten möchte, kann dies gerne unter folgender Bankverbindung tun:
Empfänger: Ev.-Luth Kirchenkreis für KG Röbel
IBAN: DE57 5206 0410 3305 0502 00
BIC: GENODEF1EK1
Bank: Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: Glocken für Röbel
Die Kirchengemeinde Röbel freut sich über jede Unterstützung!
Weitere Informationen zum Projekt sind unten zu finden.
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Die Kleinstadt Röbel/Müritz im Süden Mecklenburg-Vorpommerns besitzt zwei große Backsteinkirchen. Die Marienkirche in der Altstadt thront auf einem Hügel in unmittelbarer Nähe zur Müritz und geht in ihren Ursprüngen auf das 13. Jahrhundert zurück. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die Kirche einer Umgestaltung im 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt auch der Westturm, der als Aussichtsturm öffentlich zugänglich ist.
Zur nennenswerten Innenausstattung gehören unter anderem ein Schnitzaltar im Südschiff, eine mittelalterliche Kreuzigungsgruppe sowie die zweimanualige Schmidt-Lütkemüller-Orgel auf der Westempore.
Das Hauptgeläut der Kirche bestand schon seit dem Mittelalter aus drei Glocken. Es folgten mehrere Umgüsse, unter anderem durch Caspar Heinrich Castehl. Schließlich wurden alle Glocken 1851 von Carl Illies (Waren) umgegossen und läuteten bis zum Ersten Weltkrieg im Holzglockenstuhl des neu errichteten Turms. Nachdem 1917 die beiden großen Illies-Glocken aus dem Turm genommen und zu Kriegszwecken abgeliefert wurden, erhielt die Marienkirche Mitte der 1930er-Jahre zwei neue Glocken. Doch auch diese verblieben nicht lange im Turm. Sie mussten 1942 zusammen mit der kleinen Illies-Glocke ebenfalls zu Kriegszwecken gespendet werden.
Eine neue Glocke erhielt der Turm 1952 aus der Gießerei Schilling (Apolda). Für den Guss sind Bronzeteile alter Glocken verwendet worden.
Neun Jahre später beschaffte die Kirchengemeinde zwei weitere Glocken. Dabei handelt es sich um Eisenhartgussglocken der Gießerei Schilling & Lattermann (Morgenröthe), die gekröpfte Stahljoche erhielten. In dieser Konstellation läutete das Trio 55 Jahre über den Dächern Röbels.
Bei Wartungsarbeiten im Jahr 2016 wurden erhebliche Mängel an den Jochen der Eisenhartgussglocken festgestellt, woraufhin beide Glocken stillgelegt wurden.
Der größte Schatz der Marienkirche ist eine Zuckerhutglocke, die bis in die 1970er-Jahre im Torbogen vor der Kirche hing (3:19). Inzwischen befindet sie sich im Raum hinter der Orgelempore und kann händisch geläutet werden. Durch die sehr hohe Aufhängung und das viel zu kurze Läuteseil ist ein gleichmäßiges Läuten nur schwer möglich.
GLOCKE I (0:10)
Schlagton: e‘-5
Gussjahr: 1961
Gießer: Schilling & Lattermann (Morgenröthe)
Durchmesser: 144 cm
Inschrift: DER HERR IST AUFERSTANDEN + ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN [Gießerzeichen] / ST. MARIEN / AD 1961
GLOCKE II (0:43)
Schlagton: g‘+2
Gussjahr: 1952
Gießer: Schilling (Apolda)
Durchmesser: 91 cm
Inschrift Flanke: O LAND LAND / LAND HÖRE DES / HERRN WORT +
Inschrift Schulter: ICH WURDE BESCHAFFT AUS OPFERN DER / KIRCHEGEMEINDE RÖBEL \ ST. MARIEN / IM JAHRE 1952
GLOCKE III (2:46)
Schlagton: b‘-4
Gussjahr: 1961
Gießer: Schilling & Lattermann (Morgenröthe)
Durchmesser: 105,4 cm
Inschrift: ICH HABE DICH BEI DEINEM NAMEN GERUFEN [Gießerzeichen] / ST. MARIEN / AD 1961
GLOCKE IV – Zuckerhutglocke (3:31)
Schlagton: b‘‘-1
Gussjahr: im 13./14. Jahrhundert
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Das Glockenprojekt der Kirchengemeinde Röbel soll in drei Bauabschnitten ablaufen:
1. Der Glockenstuhl von St. Nicolai muss umfangreich saniert werden.
2. Für St. Marien werden drei neue Bronzeglocken gegossen. Das bestehende Geläut wird aus der Glockenstube entfernt. Die Zuckerhutglocke soll oberhalb der drei neuen Glocken läutbar aufgehängt werden.
3. Das vorhandene Instrument in St. Nicolai wird um zwei oder drei zusätzliche Glocken ergänzt.
Ich danke der Kirchengemeinde Röbel für die Aufnahmeermöglichung und dem Glockenkreis, insbesondere bei Frau Heydenreich.
Das Verwenden dieses Videos und der Texte sowie eine Verlinkung bedarf der Genehmigung meinerseits.
QUELLEN
Eigene Sichtung
Auskunft von Sandra Heydenreich
Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. 2. Auflage. Berlin, 2016.
Glockenkreis Röbel: Die Geschichte der Glocken St. Marien und St. Nikolai Röbel/Müritz
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