Roxy Music Live "Out Of The Blue" - 1.9.2010 in Bonn/Germany
Автор: Peter Reichelt
Загружено: 2026-01-20
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Roxy Music bringt Klasse, Stil und edle Schwermut nach Bonn
Ein historischer Auftritt: 2 500 Zuhörer teilen den intensiven Wunsch, dass dieser Abend nicht aufhören möge. Aber wie alle schönen Dinge im Leben hatte auch das Konzert der Band Roxy Music auf dem Museumsplatz irgendwann ein Ende.
Von Dietmar Kanthak
Bonn. So beginnt man historische Konzerte: Mit einem Elan und einer Spannung, die in den 2 500 Zuhörern den intensiven Wunsch aufkommen ließen, der Abend möge ewig weitergehen. Aber wie alle schönen Dinge im Leben hatte auch das Konzert der Band Roxy Music auf dem Museumsplatz in Bonn irgendwann ein Ende, genau gesagt nach knapp 90 Minuten Spielzeit.
Zuvor hatten bereits die Fun Lovin' Criminals für gute Laune gesorgt. Sänger Bryan Ferry und seine Kollegen verbreiteten die Aura zeitloser Klassik. Sie erinnerten sich ausgiebig der Band-Vergangenheit, eröffneten das Konzert mit dem ersten Song ihres ersten Albums "Roxy Music" aus dem Jahr 1972: "Re-make/Re-model".
Bilddoku Bilder vom KonzertDanach kehrten sie noch mit "If There Is Something", "Ladytron" und "Virginia Plain" zu ihren Anfängen zurück. 1972 waren die Musiker technisch und stilistisch noch unfertig, aber ehrgeizig. Heute spielen sie Stücke wie "If There Is Something" mit nonchalanter Virtuosität. Auf der Platte klang der Song noch mächtig angestrengt, im Konzert besitzt er neben emotionaler Tiefe auch Witz und tanzbare Leichtigkeit.
Die alten Meister wurden unterstützt von ausdrucksstarken Sängerinnen, dem präzise und, wenn nötig, wuchtig auftrumpfenden Schlagzeuger Andy Newmark. Und einem Gitarristen, der aussah wie ein Spieler aus der U 18. Oliver Thompson, geboren 1987, verausgabte sich mit dem Song "My Only Love".
Während Ferry großen Gefühlen auf verhaltene Weise nachspürte, fast meditativ die einzige Liebe beschwor, fuhr Thompson mit einem Solo dazwischen, das gleichsam eine Wunde aufriss und Seelenpein ans Publikum weitergab. Roxy-Music-Gitarrist Phil Manzanera hatte sichtbar Spaß mit dem jungen Kollegen, er sah aus wie der Fußballtrainer Louis van Gaal nach der Entdeckung von Thomas Müller.
Die Spielkultur auf der Bühne erfuhr eine Steigerung durch die wieder einmal waltende Museumsplatz-Magie. Da wirken dann der einzigartige Platz und ein mitgehendes Publikum Wunder. Bryan Ferry, der Ende des Monats 65 wird und am 22. Oktober sein neues Solo-Album "Olympia" veröffentlicht, tritt immer noch als Narziss mit Trauerrand auf.
Seine Melancholie hat Stil, wie der stets gut gekleidete Sänger. Er singt den Blues, aber einen Blues in Gucci oder Tom Ford. Im Konzert verbreitete sich eine Stimmung wie im ersten Kinofilm "A Single Man" des Modedesigners Tom Ford. Da lag Schwermut in der Luft, aber wie im Film war jeder Augenblick vollkommen, ein perfektes Bild, schöner als die Wirklichkeit.
Ferry und Ford sind seelenverwandt. "Virginia Plain" spielte die Band mit Verve und Witz, mit "Love Is The Drug" verwandelte sie den Museumsplatz in eine Disco, und dann wäre mit "Do The Strand" eigentlich schon Schluss gewesen.
Doch Ferry und Co. gingen nicht, als es am schönsten war, sondern setzten noch zwei Songs drauf. Zunächst "Let's Stick Together", das hier als Energiebündel über die Bühne fegte. Zum krönenden Abschluss wiederholte Roxy Music die Hommage an John Lennon aus dem Jahr 1981: "Jealous Guy". Große Oper. Dem Mann dort oben im Beatles-Himmel muss es gefallen haben.
Roxy Music spielte am 1. September 2010 ein großes Konzert auf dem Museumsplatz in Bonn im Rahmen ihrer Europa-Tournee, wobei der Ersatz-Drummer Andy Newmark für den erkrankten Paul Thompson einsprang und eine aufwendige Show mit vielen Musikern präsentierte, die als einziges Deutschlandkonzert der Band in diesem Jahr galt.
Datum: 1. September 2010.
Ort: Museumsplatz, Bonn.
Besonderheit: Es war das einzige Deutschlandkonzert der Band in 2010.
Besetzung: Neben den Originalmitgliedern Bryan Ferry, Phil Manzanera und Andy Mackay war auch Andy Newmark (Schlagzeug) dabei, da Paul Thompson krankheitsbedingt fehlte.
Show: Eine große Produktion mit vielen Background-Sängern und Instrumentalisten wurde geboten, die als Gesamtkunstwerk beschrieben wurde.
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