Flintbek - D - SH - RD - luth. Kirche: Kirche, Orgel & Glocken
Автор: Prianteltix
Загружено: 2023-05-10
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Dieses Video beinhaltet eine akustische Präsentation der Orgel mitsamt Impressionen der luth. Kirche in der Gemeinde Flintbek des im norddeutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein gelegenen Kreises Rendsburg-Eckernförde und eine Präsentation von deren Geläut.
Ablauf:
0:00 Impressionen der Kirche & akustische Orgelpräsentation
7:48 Einzelläuten der Ersten Glocke
10:51 Vollgeläute
Daten der Glocken: https://docdro.id/wMAL5EJ
Ein herzliches Dankeschön geht an Pastorin Sommer und Küster Friele für die Ermöglichung der Aufnahme!
Dieses Video widme ich meiner aus Flintbek stammenden Kommilitonin Simona!
Die Anfänge der Flintbeker Kirchengeschichte liegen im Jahr 1223, wo Albrecht von Orlamünde, Stadthalter des dänischen Königs Waldemar II dem Stift Neumünster die Erlaubnis zur Errichtung der Kirche von Flintbek (damals „Vlintbeke“) erteilte. Darauf deutet auch die Jahreszeit an der östlichen Chorwand. Die ersten Ausführungen zum Kirchenbau erfolgten allerdings 1230, zumal die noch heute bestehende Kirche, ein längsrechteckiger und heute weiß verputzter Backsteinsaalbau, wohl erst im 14. Jh. errichtet wurde. Anschließend erfolgen mehrfach Umbauen und Ausbesserungen der Kirche. Insbesondere die Fenster waren mehrfach Änderungen unterworfen. In der Mitte der Ostwand befindet sich außen eine große und mittlerweile zugemauerte Spitzbogenblende, die im Inneren als Stichbogenblende ausgeführt ist. Letztere schließt drei gestufte Spitzbögen mit ein. Der hölzerne Turm mit dem spitzen Achteckhelm datiert auf 1615, er wurde jedoch mehrfach erneuert.
Bei dem Altar handelt es sich um einen Schnitzaltar, bestehend aus einem dreiteiligen spätgotischen Altarschrein mitsamt einem Kruzifix und zehn Heiligenfiguren unter Maßwerkbögen. Er dürfte von norddeutscher Werkstatt stammen und um 1450 geschaffen worden sein. Das Altargehäuse wurde größtenteils erneuert.
Die eher schlichte Kanzel stammt aus der 2. Hälfte des 17. Jh.
Das Triumphkreuz ist von der 2. Hälfte des 15. Jh.
Reymer Jappe aus Kiel schuf 1515 das bronzene Taufbecken, bei dem es sich um eine Kesselfünte mit Reifengliederungen, Umschriften und Zierfriesen handelt, die von drei lesenden Mönchsfiguren getragen wird. Von Viktor Klahn stammt die Weihnachten 1956 an die KG übergebene Taufschale.
Die Orgel wurde 1845 von der Firma Marcussen & Søn aus Apenrade in Dänemark gefertigt und wurde u. A. 1913 und 1963 umgebaut. Seit letzterer dieser beiden Arbeiten befindet sich der Spieltisch seitlich, was dem mit dem Rücken zur Kirchenwand sitzenden Organisten einen guten Blick zum Chor gewährt. Die letzte Überarbeitung der Orgel geschah 1972 seitens der Firma Tolle und Neuthor aus Preetz. Das Instrument verfügt über 24 Register auf zwei Manualen und Pedal, die Spiel- und Registertraktur erfolgt elektronisch. Die Registraturen der Manuale und des Pedals sind untereinander kombinierbar. Die Windanlage der Orgel ist elektrisch.
In dem Brauthaus sind besonders der Brautstock von 1773, der ein Geschenk an die Kirche zu ihrem damals 550-jährigen Bestehen war, und die in Latein verfasste Gründungsurkunde sehenswert. Bei letzterem Gegenstand handelt es sich jedoch um eine Kopie. Das Original befindet sich im Landesmuseum in Schleswig.
Über den Glockenbestand Flintbeks zur Zeit vor dem 17. Jh ist mir nichts bekannt. Bis zum 1. Wk. besaß die Kirche neben der Ersten Glocke eine 1633 von Peter Melchior sowie neben der Ersten Glocke eine weitere 1736 von Lorenz Strahlborn gegossene Glocke, die dann auch beide eingeschmolzen wurden. Das Gewicht der Glocke von Melchior belief sich auf gut 750 kg, während die weitere Glocke von Strahlborn etwa 805 kg wog. An ihre Stelle traten 1921 zwei Eisenglocken der Fa. Schilling & Lattermann in Morgenröthe-Rautenkranz, die wiederum selber 1974 durch die heutige Dritte und Zweite Glocke ersetzt wurden. Seitdem erklingt das Geläut in seiner jetzigen Form über die Dächer Flintbeks hinweg. Die Erste Glocke wurde im 2. Wk. sichtbar in die Kategorie D eingeteilt, galt also als besonders schützenswert und ist uns aufgrund dessen auch noch heute erhalten geblieben.
Quellen: Prianteltix, Volker Scheibe, Norbert Drechsler, Deutsches Glockenarchiv Nürnberg & Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler/Hamburg, Schleswig-Holstein (1971) von Georg Dehio.
Bild, Ton & Video: Prianteltix.
Musik: BWV 709 & BWV 641, gespielt von Tomasz Harkot an der Orgel der Flintbeker Kirche. BuxWV 209, Ernst-Erich Stender an der Totentanzorgel der Marienkirche in Lübeck.
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