Dunningen (D - BW) Die Glocken der Pfarrkirche St. Martin
Автор: Glockenfampf
Загружено: 2021-03-05
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In Dunningen bei Rottweil erklingt mit den Glocken c'-d'-e'-g'-a' das monumentale Stahlgeläut der Pfarrkirche St. Martin. Alle Instrumente fertigte der Bochumer Verein im Jahre 1949.
➥ Von den Vorgängergeläuten in Dunningen blieb nach dem zweiten Weltkrieg nur eine kleine Glocke erhalten. Alle anderen Glocken waren vernichtet worden.
In Erinnerung an Jacob Mayer, den berühmten Sohn der Gemeinde Dunningen, entschied sich die Gemeinde trotz des vehementen Widerspruches der Diözese für ein neues Stahlgeläut des Bochumer Vereines für Gussstahlfabrikation. Dort wurden im Jahre 1949 die fünf neuen Glocken in der mächtigen, sehr schweren V12 Rippe gegossen. Diese Glocken erklangen zunächst im September 1949 auf dem Katholikentag in Bochum und fanden anschließend ihren Weg in die kleine Gemeinde.
Das folgende, sicherlich auch ideologisch angehauchte Abnahmegutachten des Glockensachverständigen der Diözese bezüglich der neuen Glocken war absolut vernichtend. Besonders bezeichnend ist hierbei der Umstand, dass der Glockensachverständige der großen Glocke einen ganzen Absatz lang jegliche Qualität absprach, als er die Teiltöne der Glocke nicht an den für Bronzeglocken "gewohnten" Stellen finden "konnte".
In der Zeit des Handläutens erklang das Geläut noch an gekröpften Jochen, wurde zur Elektrifizierung schließlich allerdings glücklicherweise an gerade Joche umgehängt. Wie zu erwarten klingt das Geläut damit gewaltig.
Dabei können die Glocken die klanglichen Eigenheiten der V12 Rippe sicherlich nicht ganz verhehlen, gehören aber sicherlich nicht nur aufgrund der geraden Aufhängung zu den wohlklingendsten Exemplaren in dieser Rippe. Die Glocke [3] besitzt dabei (gewollt oder nicht) einen merklichen Dur-Charakter.
Vor der Kirche erklingt vom achteckigen Glockengeschoss das Geläut in überaus mächtiger Lautstärke. Der Geläuteeindruck ist dabei aufgrund der nahezu optimalen Schallabstrahlung sehr monumental. In seiner Zusammenstellung und Geschichte einmalig ist dieses Ensemble unbedingt erhaltenswert!
► Jacob Mayer ist der wohl bekannteste Sohn der Gemeinde Dunningen. Der gelernte Uhrmacher beschäftigte sich in seiner Jugend mit der möglichen Herstellung von Gussstahlteilen. Als seine größte Entwicklung gilt der Stahlformguss, der zur damaligen Zeit nur mit dem sehr spröden Gusseisen, nicht aber mit Stahl möglich schien.
Das erste Formteil war eine Glocke. Weitere sollten folgen, die er auf diversen Ausstellungen vorgeführt und bewundert wurden.
1842 schlossen sich Mayer und der Kaufmann Kühne zur Gussstahlfabrik Mayer und Kühne zusammen, die kurz darauf zum "Bochumer Verein für für Bergbau und Gußstahlfabrikation" umfirmiert wurde.
➥ Von den vorherigen Kirchenbauten in Dunningen zeugt heute noch der wuchtige Glockenturm mit dem prägnanten Oktogon als Glockengeschoss. Dieser wurde nach dem großen Kirchenbrand 1635 grundlegend umgebaut und im 19. Jahrhundert noch einmal erhöht.
Die heutige Kirche entstand unter dem Eindruck des Konzils zwischen 1966 und 1968
➥ Ich möchte mich bei den Verantwortlichen der Gemeinde St. Martin Dunningen für das Ermöglichen dieser Aufnahme und die umfassende Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken!
➥ Die Bilder [15:05 - 15:35] sind Werke von Herrn J. Schultheiß und wurden für dieses Video freundlicherweise zur Verfügung gestellt!
➥ Glockentürme und Glockenstühle sind keine öffentlich zugänglichen Räume.
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