Mit dem Fahrrad zum Nordkapp
Автор: Juergen Glasbrenner
Загружено: 2023-03-01
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Ich wollte schon immer zum Nordkapp radeln. Von einer Fahrt mit dem VW Bus vor langen Jahren waren mir einige Nordkapp-Radler in positiver Erinnerung geblieben. Das müsste ich doch auch können! Aber da waren all die Horrorgeschichten über Kälte, Regen, mörderische Mücken und nicht zuletzt der Albtraum des Nordkapp-Tunnels.
Irgendwann hatte ich genug davon, besorgte mir die nötige Ausrüstung, plante grob die Route entlang der E45 und fuhr einfach los.
Was soll ich sagen? Es war sicher nicht das wärmste Jahr im Norden, aber das schadet beim Radfahren nicht! Nur der Wind war teilweise unangenehm, dafür gab es sehr wenig Regen. Die Mücken waren während der Fahrt eher harmlos, ansonsten gibt es Autan usw. Ja, der Nordkapp-Tunnel war eine interessante Abwechslung und aus meiner Sicht definitiv kein Albtraum, sondern ein Highlight. Wo sonst kommt man trockenen Fußes 212 m unter den Meeresspiegel? Ich fand das interessant. Wenn man den Tunnel am (frühen) Morgen passiert, gibt es kaum störenden Verkehr. Wem das nicht geheuer ist, der kann den Tunnel aber auch umgehen, indem er die Hurtigrute oder einen öffentlichen Bus (schnell und preiswert) benutzt.
Ich war von Ende Juni bis Ende Juli unterwegs, das ist aus meiner Sicht die beste Reisezeit im Norden. Natürlich wissen das auch die Skandinavier, die haben da durchwegs Ferien. Aber keine Angst, Massentourismus ist mir nirgendwo begegnet, noch nicht einmal am Nordkapp! Auch dort geht es am Morgen recht ruhig zu. Siehe auch die dortige Webcam:
https://nordkapp.panomax.com
und die Infopage:
https://www.visitnordkapp.net/en/open...
Wenn man also vor 11 Uhr dort ankommt, ist es friedlich. Danach eher nicht.
Generell habe ich den Großteil der Tagesetappen möglichst früh am Morgen absolviert. Der Autoverkehr ist da sehr erträglich, oft sogar nicht vorhanden und man hat am Nachmittag viel Zeit z.B. zum Einkaufen oder für die Regeneration bei Kaffee und Kuchen usw.
Ach ja, die Nahrung: Die reichlich vorhandenen Supermärkte haben meist täglich bis spät abends geöffnet. Vielleicht gibt es dort nicht so viel Wurst und Käse, aber Obst, Brot, Kuchen und Milch(-produkte) oder Fisch und oft z.B. auch gegrillte Hähnchen findet man problemlos.
Eine gute Ergänzung für Radfahrer liefern auch Tankstellen, zumindest bei Snacks und Getränken wie Milch und Wasser.
Die Tagesetappen beliefen sich auf ca. 60 bis 140km. Allerdings ist zu beachten, daß ich mit ca. 20-25 kg Gepäck unterwegs war, was natürlich bergauf oder bei Gegenwind ordentlich bremst. Und keine Angst vor der großen Entfernung zum Nordkapp! Die ersten Etappen gemütlich beginnen und bald laufen die Tagesetappen routiniert ab. Die anfängliche Nervosität und Unsicherheit, ob man so etwas wirklich schaffen kann verwandelt sich schnell in Selbstsicherheit. Natürlich wird man von Tag zu Tag auch kräftiger, was man angesichts der bergigen Strecken zum Schluß durchaus brauchen kann!
So: Aus meiner Sicht jedenfalls war die Tour ein voller Erfolg und kann jedem Radfahrer, der gerne in der Natur unterwegs ist, wärmstens empfohlen werden.
Aber nun viel Spaß beim Zuschauen!
P.S.: Fragen gerne!
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