Ein Hauch Geschichte .. Ludwigslust - Dömitz
Автор: Jochen Pursche's Rock'n'Rail Channel
Загружено: 2022-03-02
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Sie sollte eine überregionale Hauptbahn werden, die Schwerin über Dömitz mit Uelzen verband, wo Anschluß an das hannoversche Hauptnetz hergestellt wurde. Sie wurde auch gebaut, in Abschnitten, wobei unsere hier beschriebene Strecke am 20.05.1890 durchgehend in Betrieb ging. Doch die ihr zugedachte Bedeutung konnte sie nie erlangen, die Verkehrsströme nahmen eine andere Richtung. So diente sie stets überwiegend dem Regionalverkehr, abgesehen von einem Eilzugpaar Rostock - Uelzen in den 1930er Jahren.
In Dömitz vereinte sie sich mit der 1873 eröffneten "Lüneburger Bahn" von Wittenberge über Dömitz und Lüneburg nach Buchholz(Nordheide) und benutzte zusammen mit dieser die legendäre und bei Kriegsende 1945 gesprengte Elbbrücke Dömitz, um sich in Dannenberg Ost dann wieder zu trennen.
Die "Lüneburger Bahn" wurde östlich der Elbe 1947 "Reparationsgut" für die Sowjetunion und nie wieder aufgebaut, obwohl das immer wieder mal Thema war.
Zu DDR-Zeiten war der Reisezugfahrplan der Strecke Ludwigslust - Dömitz mit 5 Zugpaaren nahezu konstant. Dömitz lag nun im Sperrgebiet und war nur noch für Einwohner und Personen mit Passierschein erreichbar. In den 1970er Jahren wurde das dann gelockert, nachdem die Grenzanlagen an der Elbe "undurchdringbar" gemacht worden waren. Nun konnte jeder wieder nach Dömitz fahren, abgesehen von den lästigen Trapo-Kontrollen, die man vor allem als junger Mensch in den Zügen über sich ergehen lassen mußte.
Der Güterverkehr brachte während der DDR-Zeit die Strecke zur Blüte. Eldena als Wagenladungsknoten, Malliß mit dem Spanplattenwerk, der Militärrampe, dem Anschluß Conow und Ladestraßenverkehr, Neu Kaliß mit der Papierfabrik, Dömitz als Wagenladungsknoten für die ganzen Elbdörfer und diversen Betrieben - hier "steppte der Bär"! Die besagte Militärrampe Malliß war der kurze Rest der ehemals bis Lübtheen führenden Zweigbahn, die ebenfalls 1946 als Reparationsleistung abgetragen wurde.
Man ahnt, was kommt - all das brach nach der Wende schlagartig zusammen. Ein mehr und mehr "jämmerlicher" Restgüterverkehr hielt sich noch bis zum 31.12.1996, dann wurde er eingestellt.
Der nunmehr zum Zweistundentakt aufgewertete Reiseverkehr konnte nicht verhindern, daß auch hier die Leute mehr und mehr nur noch Auto fuhren und die Züge leer wurden. Trotz Stau sogar in den Kleinstädten und immer noch recht attraktiver Fahrzeiten der Züge. Es wollte einfach keiner mehr..
Zum 27.05.2000 wurde der Reiseverkehr vom "Aufgabenträger" abbestellt, und ein Jahr später erfolgte die Stillegung der Strecke.
Immer wieder wurden mehr oder weniger seriöse Forderungen laut, die Elbbrücke Dömitz wieder aufzubauen. Zweifelsohne hätte das heute Wert, nachdem sich langsam ein anderes Umweltbewußtsein durchsetzt. Es fanden sich aber nie die "Macher", die das auch hätten umsetzen können - und wollen! Keine "Mehrheiten" - die Leute waren auch ohne die Bahnbrücke "zufrieden"..
Inzwischen braucht man wohl nicht mehr drüber reden, die Strecke von Ludwigslust ist abgebaut, jetzt noch anfangen zu wollen, wäre ein Aufwand, der einfach scheitern müßte.
Dabei hätte Dömitz mit seinem auch touristischen Wert - die Festung ist schon ein Anziehungspunkt - durchaus verdient, per Schiene erreichbar zu sein. Aber da gibt es wohl zu viele andere "Baustellen"..
Genießen wir ein Stück Erinnerung, nicht an die beste Zeit der Bahn, aber an eine, in der sie noch zum täglichen Bild gehörte. Gute Reise!
Daten, soweit nicht aus eigenem Erleben des Autors, wie stets aus Wikipedia.
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