Andrea Di Michele: Die italienische Militärbesetzung Tirols (1918 – 1920)
Автор: Universität Innsbruck
Загружено: 2015-09-09
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Andre Di Michele von der Freien Universität Bozen referierte am 24. Juni 2015 im Rahmen der Ringvorlesung „Der Erste Weltkrieg in internationaler und regionaler Perspektive - Der italienische Kriegseintritt und seine Folgen“ an der Universität Innsbruck.
Italien verfolgte mit dem Kriegseintritt 1915 mehrere ambitionierte Ziele. Zunächst suchte es, mit der Einnahme der beiden symbolkräftigsten Städte des Irredentismus – Trient und Triest – die nationale Einigung zu vollenden; sodann zielte es aus Prestigegründen und militärisch-geostrategischen Überlegungen auf die Eroberung von Territorien ab, die über die Sprachgrenzen hinausreichten (Brennerpass, Istrien, Dalmatien, die ägäischen Inseln, Albanien); und schließlich strebte es den Status einer wirtschaftlichen und politischen Großmacht an, insbesondere am Balkan und im Donauraum (o meglio: Mittelosteuropa).
Die italienische Besetzung großer Teile Tirols ist in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse, verbindet sie doch alle drei Zielsetzungen: Die „Erlösung“ italienischsprachiger Gebiete (Trentino), die Eroberung anderssprachiger Territorien aus imperialistischen Überlegungen sowie eine wirtschaftlich und politisch hegemoniale Stellung im Raum der ehemaligen Habsburgermonarchie (Nordtirol). Im begrenzten Tiroler Raum spielte Italien seine Politik als Siegermacht in allen Facetten aus: in Trient löste es seine risorgimentalen Verpflichtungen ein, in Bozen suchte es seine nationalen Grenzen zu abzusichern, von Innsbruck aus wollte es den mitteleuropäischen Raum politisch wie wirtschaftlich durchdringen.
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http://www.uibk.ac.at/ipoint/dossiers...
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