AU AM INN (MÜ), Pfarr- und Klosterkirche Mariä Himmelfahrt - Große Glocke und Vollgeläut
Автор: unteroktav
Загружено: 2017-01-14
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Tonfolge: c¹-f¹-g¹-a¹-c²
Alle Glocken wurden im Jahr 1970 von Karl Czudnochowsky in Erding gegossen und bildern das letzte Geläut dieser Gießerei.
1) JOSEFSGLOCKE
Schlagton: c¹
Gewicht: ca. 2.100 kg
Durchmesser: 154 cm
2) WETTERGLOCKE
Schlagton: f¹
Gewicht: 924 kg
Durchmesser: 118 cm
3) BRUDER_KONRAD-GLOCKE
Schlagton: g¹
Gewicht: 630 kg
Durchmesser: 105 cm
4) MARIENGLOCKE
Schlagton: a¹
Gewicht: 445 kg
Durchmesser: 98 cm
5) FELIZITASGLOCKE
Schlagton: c²
Gewicht: 263 kg
Durchmesser: 78 cm
Beim großen Brand im Jahr 1969 wurde die historische Wetterglocke so stark ebschädigt, dass sie nicht mehr verwendet werden konnte. Nach einigen Jahrzehnten in einem Heimatmuseum wurde das 1735 von Anton Benedikt Ernst gegossene Instrument in der Auer Klosterkirche wieder aufgestellt.
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Das ehemalige Augustinerchorherrenstift Au am Inn liegt rund 20 Kilometer nordöstlich von Wasserburg. Zwei Priester namens Baldun und Rotbert errichteten im Jahre 784 mit Erlaubnis von Herzog Tassilo III. in der Au(e) eine Zelle, die dem Bischof Virgil in Salzburg übergeben wurde. Bis 1821 blieb Au ein Salzburger Eigenkloster. Das von den Ungarn im 10. Jahrhundert schwer heimgesuchte Kloster wurde durch Erzbischof Konrad 1. wieder neu aufgebaut, wobei ihm die Grafen von Megling großzügige Hilfe leisteten.
1122 wurde das Kanonikerstift Au in ein Augustiner-Chorherrenstift nach der Regel des hl. Augustinus umgewandelt. 1133 wurde die neu errichtete romanische Klosterkirche mit der hl. Felizitas und ihren 7 Söhnen (als Kirchenpatrone) eingeweiht, in der Mitte des 15. Jahrhunderts dann umgestaltet in eine gotische Hallenkirche und in der 1 Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Plänen von Zuccali durch die Pröbste Millauer und Joachim umgebaut in eine barocke Wandpfeilerkirche. Während des 30-jährigen Krieges im 17. Jahrhundert mussten die Augustiner-Chorherrn zweimal ihr Heil in der Flucht suchen.
Im düsteren Jahre 1803, wo auch das Stift Au ein Opfer der Säkularisation wurde, konnte durch eine geschickte Manipulation des letzten großen Probstes Florian Eichschmied die Klosterkirche, von nun an auch Pfarrkirche, nur durch den Abriss der kleinen Nikolauskirche gerettet werden. Es durfte nämlich lt. Gesetz in jeder Pfarrei nur noch eine Kirche erhalten bleiben.
Durch Kauf und großzügige Schenkungen konnte das Kloster nach Beruhigung der politischen Lage rasch wieder neu gegründet und mit Leben erfüllt werden. Auf Drängen von Pfr. J. Rödle übernahmen 1854 Franziskanerinnen aus Dillingen das Kloster in Au. Nach dem Willen der Stifter richteten sie ihr Hauptaugenmerk neben dem Apostolat (Regel des hl. Franziskus) auf Erziehung und Unterricht. Die Einrichtung des Marienstifts mit Kindergarten und Mädchenschule in Gars war neben einer Reihe weiterer Aktivitäten ihre erste auswärtige Gründung (schon 1884). Viele Jahre lang leiteten die Schwestern eine höhere Töchterschule (bereits eingerichtet von ihrer tüchtigen 1. Oberin Ludovika Wille) sowie eine Mädchenschule, später Realschule (bis 1972). Seit 1970 betreiben sie mit großem Eifer und erstaunlichem Erfolg eine Sonderschule für geistig behinderte Kinder.
Quelle: https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-...
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Fotos und Tonaufnahme: unteroktav
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