Neue Therapien gegen Parkinson - Eine 3sat Dokumentation und Thorsten Boomhuis ist mittendrin.
Автор: PingPongParkinson Deutschland
Загружено: 2022-09-29
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Am 22. September 2022 wurde auf 3sat die Wissenschaftsdokumentation
"Neue Therapien gegen Parkinson" ausgestrahlt. Sie ist eine etwas abgewandelte Form der Dokumentation, die auf arte gesendet wurde.
Thorsten Boomhuis ließ sich von einem Kamerateam begleiten, das auch in Nordhorn gedreht hat. Er ließ dabei auch Einblicke in sein Seelenleben zu und sprach auch über seine Ängste, Sorgen und Hoffnungen.
Der folgende Text wurde der 3sat-Mediathek entnommen. Hier ist die Doku noch bis zum 22. September 2027 zu finden:
https://www.3sat.de/wissen/wissenscha...
Parkinson ist die zweithäufigste Erkrankung des Gehirns. Treten untrügliche Symptome auf - stockende Bewegungen, Tremor, schleppender Gang - ist bereits die Hälfte der Zellen zerstört. Bewegungs- und Dopamintherapien können die Erkrankung nur noch verzögern.
Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson
Parkinson betrifft vor allem die Hirnregion, die den flüssigen Ablauf von autonomen Bewegungen steuert. Die neurodegenerative Erkrankung geht mit einem Dopaminmangel im Gehirn einher. Zu diesem Mangel kommt es, weil die Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Warum genau dies geschieht, ist noch nicht ganz klar.
Nur wenige Menschen haben eine genetische Prädisposition dafür, an Parkinson zu erkranken. Studien hatten einen Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson erkannt. In Frankreich ist Parkinson deshalb als Berufskrankheit in einigen Bereichen von Gartenbau und Landwirtschaft anerkannt.
Durchbruch bei der Früherkennung
Im Tierversuch mit Ratten hatten amerikanische Forschende bewiesen, dass es einen direkten Weg für ein Parkinson auslösendes Protein vom Magen bis ins Gehirn gibt. Prof. Dr. Daniela Berg vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und ihr Team haben nun einen Durchbruch bei der Früherkennung von Parkinson geschafft: Sie sind die weltweit Ersten, die über einen Bluttest das fehlgefaltete Protein Alpha-Synuclein aus Nervenzellen nachweisen können.
Die Hoffnung ist, dass ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung und eine entsprechende Dopamin-Substitution den degenerativen Verlauf abschwächen kann. Mit fokussiertem Ultraschall veröden die Neurologen an der Uniklinik in Kiel den Bereich im Hirn, der den starken Tremor in der Hand verursacht.
Nur Heilung gibt es bislang nicht. Deshalb versucht die Forschung, Stammzellen so umzuprogrammieren, dass sie Dopamin produzieren und die abgestorbenen Nervenzellen ersetzen können. Dr. Agnete Kirkeby von der Universität Kopenhagen ist nun so weit, dass sie bald dem ersten Menschen in einem Heilversuch Dopamin-erzeugende Neuronen implantieren kann.
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