Pohla-Stacha (BZ): Die Glocken der ev. luth. Dorfkirche St. Maria am Berge (TURMAUFNAHME)
Автор: Sachsens Glocken
Загружено: 2025-08-17
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In diesem Video bekommt ihr einen Einblick vom Geläut der evangelischen Dorfkirche St. Maria am Berge zu Pohla-Stacha, einem Dorf in der Oberlausitz.
Die Dorfkirche ist eine sehr idyllische kleine Kirche, die ihren Ursprung im Mittelalter hat. Sie ist eine der ältesten Dorfkirchen in der Lausitz. Ursprünglich als Taufkapelle auf dem Pohlaer Berg errichtet ist es heute die Kirche für den Doppelort.
Im Inneren der Kirche lässt sich ein Taufstein aus Sandstein entdecken, außerdem noch die Kanzel und die im 15. Jh. angebaute Westempore. Zudem gibt es noch bunte Fenster in der Nähe des Altarraumes zu sehen. Die Logenplätze sind hier auch noch zu erwähnen, da diese auf der gegenüberliegenden Seite einen separaten Eingang bekommen haben.
Als nächstes hätten wir da noch die tolle Orgel zu erwähnen, die ein klanglich- und optisch faszinierendes Objekt ist. Sie wird von zwei Blasebalgen angetrieben, die motorisiert auf dem Kirchenboden in einer kleinen Kammer untergebracht sind und die Orgel mit Luft versorgen. Das alte mechanische Tretwerk ist ebenfalls noch erhalten, aber natürlich schon lange nicht mehr in Benutzung.
Im Dachgeschoss der Kirche lässt sich noch die vollmechanisch laufende Turmuhr bestaunen. Sie wurde vom Erbauer Max Hahn hier nach Pohla gebracht und verfügt über ein Stundenschlagwerk und ein Gehwerk, welches wöchentlich noch von Hand aufgezogen wird.
Oben im kleinen achteckigen Dachreiterturm der Kirche sind zwei historische Bronzeglocken untergebracht. Die kleinere der beiden Glocken ist ca. aus dem Jahr 1490 und damit aus vorreformatorischer Zeit. Die größere ist aus dem Jahr 1746 vom Gießer Johann Gottfried Weinholdt aus Dresden. Ursprünglich gab es noch eine dritte Glocke mit dem Schlagton b'. Das Joch dieser hängt noch immer im Glockenstuhl. Beide Glocken werden mit kettenmotoren angetrieben und besitzen Gegengewichtsklöppel und gekröpfte Stahljoche.
Zu meinem Höreindruck:
Die beiden Glocken klingen trotz ihres Alters sehr schön und passen gut zusammen. Von Außerhalb kommen sie ein wenig leise rüber, da der Turm nur 1 einziges Schallfenster besitzt. Der Uhrschlag ist zudem noch extrem leise. Das Motiv ist das Mollduett und die Schlagtöne sind g'-es". Zusammengefasst ist es ein klangschönes und historisches Duett, welches gut zur Kirche passt.
Hier nun die Daten zu den beiden Glocken:
Glocke 2:
Name: Kleine Glocke
Material: Bronze
Schlagton: es"
Gewicht: 175 kg
Durchmesser: 640 mm
Höhe: 650 mm
Gießer: unbekannt
Gussort: unbekannt
Gussjahr: ca. 1490
Inschriften:
Hals:
MARIA HIELF DAS ALLES WAS WIR BEGINNEN EIN GUT END GEWINNE.
Zier: Rankenkränze an den Kronenzähnen, Gusssiegel am Hals
Glocke 1:
Name: Große Glocke
Material: Bronze
Schlagton: g'
Gewicht: 350 kg
Durchmesser: 923 mm
Höhe: 897 mm
Gießer: Johann Gottfried Weinholdt
Gussort: Dresden
Gussjahr: 1746
Inschriften:
Hals:
GOSS MICH JOHANN GOTTFRIED WEINHOLD IN DRESDEN ANNO 1746
Wolm:
LAUDI.S.S.TRIADOS.HOCTEMPLI.DECUS.DICANTETRENOVANDUMCURANT.I.A.E.T.LLI.G.a.PONICAU.PAST:G.I.A.MDCCXLVI
Zier: Rankenkränze am Hals, Gussstreifen am Schlagring, Köpfe an den Kronenzähnen
0:00 Uhrschlag und Vollgeläut
3:08 Bilder innen mit Orgelimpro
6:06 Die Turmuhr
7:20 Glocke 2
9:24 Glocke 1
11:35 Vollgeläut
13:33 weitere Bilder
16:24 Fortsetzung Turmaufnahme
17:07 Ausläuten
18:16 Abschlussspiel
Ich bedanke mich nachträglich nochmal bei Frau Jordan und Herrn Berthold für die Ermöglichung der Aufnahmen, sowie die unkomplizierte Umsetzung. Mein Dank gilt außerdem auch @Glocken_in_Mitteldeutschland für seine Hilfe und den tollen Tag in Schiebock. Vielen Dank!
Diese Aufnahmen entstanden am Mittwoch, dem 6. August 2025 von 14-16 Uhr.
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