Sankt Stephanus in oberbessenbach Landkreis Aschaffenburg
Автор: campana hydria
Загружено: 2022-04-28
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Der Stolz von oberbessenbach ist sein Kirchberg. Die mächtige Pfarrkirche St. Stephanus thront auf dem Hügel, und ihr großer Barockturm schaut in jeden Talwinkel. Direkt daneben die Ottilienkirche, eine der wenigen Bauten im Spessart, die ihr mittelalterliches Aussehen bis heute bewahrt hat Der erste Entwurf war Pfarrer Röhm zu "düster", der zweite Entwurf dagegen fand seine Zustimmung, da er mit großen Fenstern versehen war und einen "hellen barocken Charakter" hatte. Dieser Entwurf wurde also eingereicht, genehmigt und später auch ausgeführt. Pfarrer Röhm sammelte nun weitere Gelder für den Neubau ein. Die Filiale Dörrmorsbach war allerdings so arm, dass der Pfarrfonds des Stiftes Aschaffenburg zahlen musste. Die Filiale Hessenthal weigerte sich, ihren Beitrag zum Neubau zu leisten. Grundsätzlich war die politische Gemeinde verpflichtet, Hand- und Spanndienste zu leisten, konnte sich aber durch eine Geldleistung hiervon befreien lassen. Erst durch gutes Zureden des Kaplans Johannes Recosum nahm die Hilfsbereitschaft zu und Hessenthal leistete eine Summe von 2.000 Mark, die allerdings mit der Bedingung verknüpft war, dass Hessenthal mit dieser Zahlung für alle Zeiten von allen Verpflichtungen gegenüber Oberbessenbach befreit sei. Pfarrer Röhm fragte auch beim Stift Aschaffenburg wegen eines Zuschusses an. Nachdem sein Vorgänger nach langem und heftigem Streit über die Baulast abgewiesen wurde, hatte Röhm nunmehr mehr Erfolg mit seinem Anliegen: Das Stiftungsamt bewilligte einen Zuschuss von 10.500 Mark.
Am 5. Mai 1902 wurde der Bauauftrag an die Firma Wörner vergeben. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 64.500 Mark. Am 14. Juni 1902 war es dann soweit: Der erste Spatenstich wurde gesetzt und das Abstecken des Bauplatzes begann. Am 25. Juni begann man mit dem Ausheben der Fundamente, so dass am 27. Juli 1902 feierlich der Grundstein gelegt wurde. Die Urkunde der Grundsteinlegung beschreibt die damaligen Verhältnisse:
"... die katholische Pfarrei Oberbessenbach umfasst dermalen das Pfarrdorf gleichen Namens mit 130 Familien, 308 männlichen und 327 weiblichen, zusammen 635 Seelen und zwei Schulen, ferner die Ortschaft Hessenthal... mit 67 Familien, 163 Manns- und 159 Frauenpersonen im Ganzen 322 Seelen. 1 Schule, endlich der Weiler Dörrmorsbach mit Filialkapelle, nur 29 Familien 77 männlicher und 77 weiblicher Personen zusammen 154 Seelen und 1 Schule, sodass die ganze Pfarrei nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 1111 Seelen und vier Schulen zählt.
Die Pfarrei gehört derzeit kirchlicherseits zur Kirchenprovinz Bamberg, zum Bistum Würzburg, und Bischöflichen Dekanat Lohr, politisch zum Deutschen Reiche, zum Königreich Bayern, Kreis Unterfranken, kgl. Bezirksamt Aschaffenburg. Die seitherige Pfarrkirche ist sehr alt und viel zu klein, weshalb schon lange da Bedürfnis nach einer neuen und größeren lebhaft empfunden wurde...“
Der rote Sandstein wurde aus dem Steinbruch am Steigknöckel geschlagen und am heutigen Dorfplatz/altes Rathaus gehauen. Der Transport wurde mit Ochsenkarren durchgeführt. Im Oktober 1902 gab es eine erhebliche Bauverzögerung um ein paar Wochen. Die Tagelöhner widmeten sich lieber der Kartoffelernte als dem Kirchenbau, da hier mehr Geld verdient wurde. Pfarrer Röhm verurteilte dieses "rücksichtslose Fernbleiben vom Bau" in einem Brief. Doch auch diese Schwierigkeiten konnten überwunden werden und 1903 konnte dann das Richtfest gefeiert werden. Bis zum endgültigen Abschluss der Innenarbeiten wurde es noch 1905.
Dabei ist das holzgeschnitzte Kirchengestühl von Interesse, das nach den Plänen Fischers von der Schnitzschule des Aschaffenburger Johanniszweigvereins in Neuhammer gefertigt wurde.
1958 sorgte der Zeitgeschmack dafür, dass die gesamte Innenbemalung weiß übertüncht wurde. Zwanzig Jahre später wurde man sich dieses Verlustes bewusst und restaurierte den Innenraum wieder weitgehend in der vorherigen Form. Der letzte große Kirchenmaler aus Aschaffenburg, Ludwig Hepp, malte die Kirche aus. Der Kreuzweg stammt von dem nicht minder berühmten Aschaffenburger Maler Adalbert Hock. Am 11. und 12. Oktober 2003 feierte die Kirchengemeinde Oberbessenbach den 100. Geburtstag der Pfarrkirche Am 22. Mai 1996 erhielt die Pfarrkirche ein neues Geläut. Die alten Glocken hatten in den letzten 50 Jahren ihren Dienst gut Versehen, waren allerdings nun mit Rissen übersät, so dass drei neue Glocken angeschafft werden mussten. Die kleinste Glocke konnte behalten werden, da hier die Schäden am geringsten waren. Die Kosten für die neuen Bronson Glocken wurden fast komplett über Spenden von Vereinen und Privatpersonen getragen.Die erste, größte Glocke wurde dem heiligen Stephanus Geweiht. Die zweite Glocke wurde auf dem Namen der heiligen Ottilia, die dritte Glocke auf die heilige Maria Mutter Gottes geweint die vierte Glocke ist die Glocke zu Ehren des heiligen Valentins
Die Glocken läuten hier als Sonder Geläut Aufgezeichnet. An dieser Stelle herzlichen Dank an das Pfarr-Büro von Keilberg
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