Junkers F13 Produktion Kurzbeitrag Deutsch
Автор: AHTVFILM
Загружено: 2016-09-11
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Sie haben die Fliegerei revolutioniert: die weltbekannte „Tante JU“ und die
vergessene F13, die „Urmutter“ aller Verkehrsflugzeuge. Im Jahr 1919
begründete die weltweit erste Gesamtmetallmaschine mit dem markanten
Riffelblech die moderne Passagierluftfahrt. Bis in die 60er Jahre verband die
F13 Menschen und Kontinente.
Anfang 2013 erwecken die Mitarbeiter bei Kaelin Aero Technologies, im
deutschen Schwarzwald, die Ikone der Luftfahrt zu neuem Leben.
Flugzeugstrukturbauer Dominik Kälin rekonstruiert aus dem Material, mit
dem Hugo Junkers seine Flugzeuge und Paul Morszeck seine berühmten
Rillen-Koffer baute, die F13.
Dominik Kälin, Flugzeugstrukturbauer, Kaelin Aero Technologies:
„Es ist eigentlich ein physikalisches Grundprinzip, was der Herr Junkers
damals genutzt hat und auch der Vater von Dieter Morszeck. Die waren
clever. Cleverer als die anderen.“
Über den Einsatz des besonders stabilen und gleichzeitig sehr leichten
Duraluminium durch Luftfahrt Pionier Hugo Junkers, recherchiert F13
Projektleiter Bernd Huckenbeck in Archiven weltweit.
Bernd Huckenbeck, F13 Projektleiter:
„Ich habe 2009 die Idee zu diesem F13 Projekt gehabt. 2010 habe ich mit
den Recherchen begonnen und das ist dann so ein bisschen wie eine Sucht
geworden.“
Von den 330 F13 Exemplaren, die Hugo Junkers bauen lies, stehen heute
nur noch sieben in Museen, keine davon flugtauglich. Auch
funktionstüchtige Original Bauteile sind rar. Im weltweit größten Hugo
Junkers Archiv im Deutschen Museum in München gibt es aber noch
Original Blaupausen. Mit 3D Simulationen konstruieren die Ingenieure von
AeroFem eine komplett neue, alte F13. Über 10tausend Stunden baut das
Kälin Team mit 2.600 Einzelteilen die Replica zusammen. Nach der
Lackierung steuert die F13 ihren Heimathangar in Dübendorf bei der
Schweizer JU Air an. Mitte 2015 beginnen die Feinarbeiten, wie edle
Lederpolsterung von Cockpit und Kabine. Auch der Pratt&Whitney Motor mit
450 PS kommt an seinen Platz. Genauso wie die Namensplakette „Annelise
2“. Jede Menge Belastungstest, wie hier für die Gurte von Piloten und
Passagieren oder für die Steuer- und Rudersysteme, muss die frisch
gebaute F13 dann noch überstehen.
Dominik Kälin, Flugzeugstrukturbauer, Kaelin Aero Technologies:
„Jetzt zeigt sich, ob das alles hält. Gut, ich bin eigentlich davon überzeugt,
dass es hält. Wir haben das so original oder besser gebaut, von daher sollte
das schon klappen. Aber das ist spannend.“
Der Flugzeugstrukturbauer hat sein Werk getan und ist stolz. Alles passt.
Jetzt können Elektrik und Avionik in Betrieb gehen. Im Cockpit sind
historische Instrumente mit modernster Technik kombiniert, um die
Flugsicherheitsstandards zu gewährleisten. Im August 2016 - Auftanken
zum finalen Testprogramm. Zum ersten Mal startet der Motor, um die F13
für den Rolltest in Bewegung zu setzen. Flugtestingenieur Oliver Bachmann
prüft, ob die Instrumente korrekt funktionieren und wie sich die Steuerung
verhält.
Oliver Bachmann: “War sensationell, macht super Spaß.“
Gute Voraussetzungen für das nachfolgende Flugtestprogramm. Nach zwei
Jahren Bauzeit und vielen Monaten aufwendiger Technikarbeit wird die
Junkers F13 endlich wieder abheben. Knapp 100 Jahre nach ihrem
Jungfernflug kehrt die Urmutter aller Verkehrsflugzeuge zurück.
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