Wald/Ostallgäu Fortsetzung Turmbrand
Автор: HosannaGlocke
Загружено: 2012-02-19
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Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Wald/Ostallgäu - Südbayern, Deutschland
1. Fortsetzung Turmbrand Wald
Zwischenzeitlich wurden mit einem Kran die 5 Glocken vom ausgebrannten Walder Kirchturm geborgen. Das Feuer hat die Glocken dermaßen zerstört, sodass sie unbrauchbar wurden; die Barockglocke aus dem Jahre 1651 zerbrach in größere Einzelteile.
Die große Glocke steht derzeit noch im Freien, die anderen Glocken befinden sich in einer Halle. Alle Gusswerke werden aus versicherungstechnischen Gründen bis auf Weiteres aufbewahrt; die Bruchstücke der historischen Barockglocke werden dann die Walder zum würdigen Gedenken behalten.
Die große Glocke ist Christus dem König geweiht.
Sie wurde 1951 vom Engelbert Gebhard in Kempten gegossen und trägt die klassischen Gebhard'schen Kronenhenkel mit ihrem quadratischen Querschnitt.
Schulterinschrift zwischen zwei Stegen:
MICH GOSS MEISTER E. GEBHARD IN KEMPTEN 1951
1. Flankenrelief:
Jesus, der König der Könige, trägt ein festliches Gewand im Ornat des ewigen Hohen Priesters.
Die rechte Hand zum Segnen erhoben, hält er in seiner Linken den Reichsapfel der mit einem Kreuz bekrönt ist. Von seinem Gesicht gehen links und rechts Strahlen aus. Um den Kopf herum trägt er statt der Dornenkrone eine gezackte Königskrone und direkt über seinem Haupt trägt er nochmals eine Krone, in welcher sich eine - von einem Kreuz bekrönte - Erdkugel befindet.
Flankeninschrift darunter:
CHRISTUS -- GESTERN UND HEUT
KÖNIG IN EWIGKEIT!
2. Flankenrelief:
Flankiert von den Jahreszahlen 1914 -- 18 und 1939 -- 45, steht ein mächtiger Engel mit großen Flügeln, der mit seiner hoch erhobenen Rechten ein Kreuz emporstreckt. In seinem wallenden Gewand, sowie mit dem linken Arm beschützt er einen verwundeten Soldaten, der sich auf einem Krückstock abstützt und in der rechten Hand ein zum Boden gesenktes Schwert hält.
Flankeninschrift darunter:
IN DANKBARKEIT
FÜR TREUE ZUR HEIMAT!
3 Stege über dem Schlagring
Schlaginschrift:
GESTIFTET VON JOSEF UND BERTA GUGGEMOS UND ANDEREN STIFTERN.
Als am 5. Januar dieses verheerende Winterunwetter über Wald tobte, gab es innerhalb kürzestes Zeit drei Blitzeinschläge:
Der erste war in unmittelbarer Nähe des Dorfes; der zweite schlug in einen Fahnenmast gleich neben der Kirche ein und der dritte Schlag erfolgte in den Sicherungskasten im Turm.
Hätte man dies gleich bemerkt, wäre ein handelsüblicher Feuerlöscher ausreichend gewesen, um die Flammen zu löschen. So aber konnte sich das Feuer unbemerkt ausbreiten, und da ein Kirchturm bei einem Band vergleichsweise dieselbe Wirkung wie ein Kamin hat, wurden die Walder Augenzeugen, wie sich in rasender Geschwindigkeit das Feuer Geschoß um Geschoß aufwärts ausbreitete.
Mein herzlicher Dank gebührt jenem Walder (Er steht neben der Christkönigsglocke), der seinen Spaziergang gerne unterbrach, um mir detaillierte Auskünfte zu erteilen und der mir durch seine Hinweise auch erläuterte, wo und wann ich die anderen Glocken fotografieren kann! Nach seinen Worten waren während des Unwetters diese gleichzeitigen Blitz-Donnerschläge derart vehement, sodass gleich „spekuliert" wurde, wo es wohl einschlug...
Das Kirchenschiff ist noch nicht zugänglich, da eine Spezialfirma das Gotteshaus von Ruß- und Staubpartikeln reinigen musste; derselben Prozedur wird noch die Orgel unterzogen.
Die Walder wollen ihren Kirchturm genauso wieder aufbauen, wie er einst war -- alleine schon deshalb, weil er sich ja auch im örtlichen Wappen befindet. Über einen Guss neuer Glocken konnte mir der freundliche Herr noch nichts mitteilen -- nur dies, dass in den neuen Turm ein Glockenstuhl aus Holz eingebaut werden soll...
Beim Anschlagen klingt diese zerstörte Christkönigsglocke schaurig-traurig!
Fortsetzung folgt...
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