Lux Festspiele 2013
Автор: letti99089
Загружено: 2013-09-04
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Friedrich Lux gehörte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den profiliertesten Musikerpersönlichkeiten des südwestdeutschen Raumes.
Als fünftes von sechs Kindern des Kantors Georg Heinrich Lux, des Komponisten des Thüringer Volksliedes „Ach, wie ist‘s möglich dann ...“, wurde er am 24. November 1820 im heutigen Haus Nr. 45 in der Köhlergasse in Ruhla geboren. Er hatte eine glückliche Kindheit und im Vater ein gutes musikalisches Vorbild. Mit elf Jahren schrieb er sein erstes Werk, ein Menuett, das er einer Lehrerin widmete, und mit zwölf Jahren gab er seine ersten Konzerte, ein Orgelkonzert in Gotha und ein Klavierkonzert in Eisenach.
Bereits als 7jähriger Knabe vertrat Friedrich Lux seinen Vater, den Ruhlaer Kantor Georg Heinrich Lux an der Orgel der Trinitatiskirche. Sein Vater Georg Heinrich Lux war ein enger Freund von Franz Liszt, der oft in Ruhla zu Besuch weilte.
1834 kam er ins Gymnasium in Gotha, wo er auch Unterricht in Komposition erhielt. Sechzehnjährig ging er in den Sommerferien zu Fuß nach Frankfurt/Main, weil dort in der Paulskirche eine neue große Orgel eingebaut worden war, die er unbedingt kennenlernen wollte. Er durfte auf ihr spielen und zwei Konzerte geben und bekam eine gute Kritik.
1837 wurde er bereits den bedeutendsten Orgelvirtuosen seiner Zeit gleichgestellt. Bei einem Hofkonzert in Gotha erregte er die Aufmerksamkeit des Herzogs, der ihm Unterstützung für weitere musikalische Studien gab. Lux ging deshalb 1839 nach Dessau zu Dr. Friedrich Schneider, damals bedeutender Musiktheoretiker und Kapellmeister. Der „Schüler“ unterwies die zwei jüngeren Töchter des „Meisters“ so gut im Klavierspiel, dass ihm dieser den Unterricht kostenlos erteilte. Er merkte bald, dass er in dem jungen Ruhlaer einen besonderen Schüler hatte. 1840 wurden beide sogar miteinander verwechselt, als sie in Zerbst konzertierten.
1841 beendete Friedrich Lux seine Ausbildung und wurde Musikdirektor am Hoftheater in Dessau. Hier entstanden seine ersten Opern, „Das Käthchen von Heilbronn“ (in Dessau auch aufgeführt) und „Rosamunde“. (nicht aufgeführt). 1850 heiratete er Karoline Pertz, die Tochter eines Dessauer Kaufmanns. Der Ehe entsprossen neun Kinder, von denen fünf vor dem Erwachsenenalter starben. Vier das Erwachsenenalter erreichten.
1851 ging Lux nach Mainz. Dort war er bis 1853 Kapellmeister am Stadttheater. Dann übernahm er Lehrtätigkeiten in musikalischer Theorie, in Klavierspiel und Gesang. Verdient machte er sich in dieser Zeit durch die Einführung der bis dahin nicht sehr bekannten Schumannschen Werke sowie mit der Gründung von Sinfonie- und Kirchenkonzertreihen.
1864 wurde Lux aus 70 Bewerbern zum Dirigenten des Oratorienvereins „Liedertafel“ gewählt. Unter seiner Leitung wurden die Mainzer Sänger berühmt. Er studierte große Chorwerke ein wie „Paulus“, „Messias“, „Die Schöpfung“, seine „Missa brevis et solemnis“ für Soli, gemischten Chor, Orgel und großes Orchester.Lux wird als „von schlanker Gestalt und mittlerer Größe, aber außerordentlicher Spannkraft“ beschrieben, bewundernswert wurde seine „riesige Leistungsfähigkeit bei höchster künstlerischer Vollendung“ befunden. Er begründete seine geistige Frische und Unermüdlichkeit so:„Dafür besitze ich ein einfaches Mittel. Sie wissen, ich bin Thüringer, und im Sommer wandere ich jedes Jahr wieder in die Heimat und trinke in unseren Wäldern Ozon, das erhält mich aufrecht.“ Über 30 Jahre lang kam er zur Sommererholung nach Ruhla oder Weißenborn/Heiligenstein.
Lux‘ Heimatverbundenheit kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass er zu den Einweihungen des Stumpff- Denkmals (Dichterhain), des ersten Carl-Alexander-Turmes und der Ziegler-Gedenktafel Verse von Storch und Reißmann vertonte, die der Apollo-Verein jeweils vortrug.
Es soll noch erwähnt werden, dass Friedrich Lux‘ Töchter Jenny und Fränzi auch auf dem Gebiet der Musik tätig wurden. Jenny übernahm die Lehrtätigkeit des Vaters in Musiktheorie, Gesang und Orgelspiel und entwickelte sich ebenfalls zu einer Orgelvirtuosin. Der Vater hatte sie rechtzeitig in alles eingeführt.
Die jüngste Tochter Fränzi wurde Musiklehrerin. Seine Söhne Friedrich und August waren in der Wirtschaft tätig und betrieben in Ludwigshafen die renommierten Luxschen Industriewerke AG.
Ein fortschreitendes Augenleiden zwang Friedrich Lux 1891, sein Dirigetenamt niederzulegen. Nahezu völlig erblindet, verstarb er 1895 in Mainz.
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