Outruntraining mit Fleek
Автор: Corinna Bachmann
Загружено: 2025-09-24
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Mal ein kleiner Lagebericht vom schottergrauen Mischlingshundchen. Ich könnte das Video jetzt ohne Beschreibung reinsetzen ... und alle würden sich auf den "schlechten" Trainingsstand des zweieinhalbjährigen Hundes fokussieren.
Doch, keiner kennt die Geschichte dahinter. Ja, wir könnten weiter sein. Aber wir müssen nicht. Denn Anfang des Jahres gab es ein paar große, zwangsweise krankheitsbedingte Trainingspausen über mehrere Monate. Aber auch ohne diese, fände ich den Trainingsstand nicht "bedenklich", denn ich lasse mir ja gerne viel Zeit für Basistraining. Mein Ziel ist es nicht, den Hund möglichst schnell auf große Distanzen schicken zu können, sondern ihm nachhaltig beizubringen wofür was gut ist. Vor allem in der Alltagsarbeit. Der Hütesport ist für mich zweitrangig. Macht aber auch Spaß.
Beim Outrun gab es nach einem ganz vielversprechenden Anfang einen massiven Einbruch. Ja, es wurde auch auf Mini-Distanzen eher schlechter als besser, so dass ich ihn schließlich zunächst komplett aus dem Training gestrichen hatte. Der Knackpunkt (hier wieder die Kurve zu meinem kürzlich erschienene Blog-Artikel) schien das Liften zu sein. Fleek hatte eine starke Unsicherheitsphase im Anbewegen der Schafe. Obwohl ich genau darauf so viel Wert gelegt hatte im Basistraining. Ich ging also wieder in den Nahbereich und übte dort vielfältige Aufgaben genau zu dem Thema. Schickte ich sie mal auf einen Mini-Outrun, zeigte sich ein im Grunde immergleiches Bild, egal an welchen Schafen: Sie schlich sich wunderhübsch, beinahe stylish bis zu dem Punkt heran, an dem die Schafe fast losgegangen wären und nahm sich dann demonstrativ so zurück, dass die Schafe sich sicher waren: "Nö, wir sollen doch nicht laufen." Wenn ich Fleek dann aufforderte, ballerte sie in die Schafe bzw. einmal durch. Dann liefen sie ... Unschön. Das gleiche Bild zeigte sich allerdings auch oft im Nahbereich. Ich musste an meine Aina denken, die genau in dem Alter plötzlich auch nicht mehr wusste wie man Schafe überhaupt bewegt. Also blieb ich geduldig. Gestaltete möglichst lösbare Aufgaben.
Die Hormone tobten förmlich. Auch im Alltags spürte ich das. Ein neuer Entwicklungsschub bahnte sich an. Vor eineinhalb Wochen durfte ich mit ihr Schafe beim HeLi-Open stellen. Ich kenne diese Schafe ja seit vielen Jahren und wusste, dass sie unsichere Hunde durchaus abfragten. Fleek hatte also die Gelegenheit einen kleinen Routinejob unzählige Male nacheinander durchzuführen und sich Schafen in einer hohen Abfolge "neu" vorzustellen. Und für das erste Kennenlernen gibt es ja keine zweite Chance. Es entschied in diesem Fall auch sehr darüber wie einfach oder schwierig es für sie war, die Schafe vom Zugpunkt Pferch wegzubekommen und zum Pfosten zu bringen. Und sie lernte dabei so unfassbar viel. Viel mehr als ich erwartet hatte. Man konnte es wie im Zeitraffer beobachten, wie sie forscher und selbstbewusster wurde. Nach diesem Tag tritt sie meinen Schafen gegenüber plötzlich ganz anders auf. Denn sie hatte gemerkt: Zu höfliches Vorstellen ist nicht immer so gut. Forscher draufzulaufen und vor allem durchlaufen in den Druckbereich hinein, ist manchmal das Mittel der Wahl.
Und plötzlich macht sie das, zu dem ich sie wochenlang versucht habe zu animieren wie von selbst. Einfach, weil jetzt das Zeitfenster dafür aufgegangen ist.
Und deshalb freue ich mich wie bolle, dass in dem Video meine Schafe so zackig anbewegt und eher etwas zu schnell bringt. Denn das Herunterdosieren ist bei ihr nicht schwer. Und ganz nebenbei war das der größte Outrun, den sie bisher gelaufen ist. Mit Geländeübergängen. Ich glaube, ich muss mal pfeifen mit ihr üben, wenn das jetzt in dem Tempo weitergeht.
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