DEUTSCHLAND: Hochwasserlage in Niedersachsen spitzt sich weiter zu! Wie lange halten Deiche noch?
Автор: WELT Netzreporter
Загружено: 2024-01-03
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DEUTSCHLAND: Hochwasserlage in Niedersachsen spitzt sich weiter zu! Wie lange halten Deiche noch?
Seit eineinhalb Wochen haben Niedersachsen und Bremen mit dem Hochwasser zu kämpfen - noch immer ist die Situation herausfordernd. «Wir haben eine Lage, die in den letzten Tagen immer wieder mit drei Worten zusammengefasst werden konnte: kritisch, aber stabil», sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch. Er sprach von gewaltigen Wassermassen.
Steigende Pegelstände an Hunte und Hase
Dauerregen droht die Situation in einigen Regionen nun wieder zu verschärfen. Vor allem in den Einzugsgebieten der Hunte bei Bremen und Hase im Emsland seien Wasserstände wieder gestiegen, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in seinem Lagebericht am Mittwochvormittag mit. Generell werde an vielen Pegeln immer noch die höchste Meldestufe angezeigt - etwa auch an Aller, Leine und Oker.
In den kommenden Stunden würden vor allem in den Unterläufen der Flüsse die Wasserstände steigen. An Hunte und Hase verschärfe sich die Lage kritisch, teilte der Landesbetrieb mit. Es sei weiterhin davon auszugehen, dass dort die höchsten Wasserstände der vergangenen Woche wieder erreicht oder übertroffen werden.
Kaum mehr Sandsäcke in Niedersachsen
Für die Hochwasserbekämpfung greift Niedersachsen inzwischen auch auf die Reserven von Sandsäcken aus anderen Bundesländern zurück. Bis auf einen kleinen Rest sei die eigene Reserve von rund 1,9 Millionen eingelagerten Sandsäcken seit Beginn der Hochwasserlage vor Weihnachten mittlerweile abgerufen worden, teilte der zuständige Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Land hat inzwischen aber rund 1,5 Millionen weitere Sandsäcke aus anderen Bundesländern erhalten.
Mit Pumpen, Sandsäcken und mobilen Deichen gegen das Hochwasser
Bis zu 15 Sandsäcke können sich Anwohner von besonders betroffenen Straßen in Oldenburg abholen. «Mit diesen Sandsäcken können die betroffenen Anwohnenden an ihren Häusern Öffnungen wie Kellerzugänge und Türen abdichten», teilte die Stadt auf ihrer Homepage mit. Wegen des Hochwassers müssen sich in Oldenburg weiterhin mehrere Hundert Menschen auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten. Einsatzkräfte haben zuletzt einen mobilen Deich auf rund zwei Kilometer Länge errichtet, falls der Huntedeich den Wassermassen nicht mehr standhalten kann.
Auch Celle wappnet sich mit einem mobilen Deich als «zweite Verteidigungslinie». Er soll im Notfall den eintretenden Wassermengen rund um den Osterdeich trotzen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Der Zustand des Damms werde durchgehend begutachtet – Feuerwehr und Deichläufer hätten die ganze Nacht über Wache gehalten. Die Pegelstände seien trotz des Regens stabil, die Gefahr aber noch nicht gebannt.
Ähnlich war die Lage am Mittwoch in den Hochwassergebieten von Lilienthal bei Bremen. Die Pegelstände seien zuletzt leicht zurückgegangen, sagte eine Sprecherin der Gemeinde. Es stünden aber weiterhin ganze Straßenzüge unter Wasser, noch immer könnten viele Menschen nicht in ihre evakuierten Häuser zurückkehren. Mit Pumpen bemühen sich die Einsatzkräfte, die Wassermassen in den Griff zu bekommen.
Niedersachsen will Hochwasserhilfen prüfen
Niedersachsens Landesregierung will darüber hinaus prüfen, wie man vom Hochwasser Betroffenen finanziell helfen kann. Auf Bundesebene haben derweil SPD-Haushaltspolitiker ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse ins Gespräch gebracht. «Das Hochwasser richtet gerade in Niedersachsen immense Schäden an», sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz dem «Spiegel». «Für diese Kosten könnten wir die Schuldenbremse aussetzen.» Daran habe das Urteil des Bundesverfassungsgerichts nichts geändert, meint auch der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dennis Rohde. «Ob wir diese finanzielle Dimension erreichen, werden wir jetzt genau prüfen», sagte er dem Magazin «Stern».
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