015. HOTEL MORPHILA ORCHESTER - Sex in der Stadt (1982)
Автор: TRASHROCKARCHIVES
Загружено: 2008-12-08
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15. HOTEL MORPHILA ORCHESTER - Sex in der Stadt (1982)
LP- „Schwarze Energie (Schallter/Ariola)
"Die Rockband Hotel Morphila Orchester wurde 1979 von den Künstlern Peter Weibel und Loys Egg in Wien gegründet. Im Zentrum ihres Interesses stand von Anfang an das Experiment, in Live-Situationen Sprache mit Musik zu verbinden. Der Sound des Orchesters hatte seine Wurzeln zwar im Progressiv-Rock der Siebziger, der Punk der Achtziger war aber ebenso deutlich eingeflossen, was Weibels Performance als manischer Textrezitator nochmals unterstrich. Verstärkt wurde die Band durch erprobte Musiker wie etwa Paul Braunsteiner, der schon bei Novak´s Kapelle gewirkt hatte. Nach der Debüt-Single "Dead in the Head" auf Extraplatte gingen sie 1982 ins Studio und nahmen für das junge Schallter-Label in kürzester Zeit die LP "Schwarze Energie" auf. Die Möglichkeiten der Tontechnik ließen sie dabei weitgehend unangetastet und simulierten auch während der Aufnahmen permanente Live-Situationen.
Besonders bemerkenswert ist "Sex in der Stadt", ein mörderisch groovender Song, der sich irgendwo zwischen der monotonen Sound-Ästhetik der New Wave und den repetitiven Songstrukturen des Kraut- und Punk-Rock ansiedelt. Dazu liest Peter Weibel Texte aus schlüpfrigen Kontaktanzeigen der Tageszeitungen "Kurier" und "Kronen Zeitung". "Ich habe das live immer so gemacht, daß ich die Zeitungen genommen und dann auch wirklich live vorgelesen habe", erinnert sich Weibel an "Sex in der Stadt". "Die Nummer war immer ein Live-Act. Es war immer eine aktuelle Tageszeitung, aus der ich die Sex-Annoncen rhythmisiert - rap-artig - vorgelesen habe. Die Musik dazu war improvisiert und dadurch immer anders. Im Sudio war´s genauso. Wir haben die Platte damals im Magic Sound Studio in Graz aufgenommen. Der Aufnahmeleiter dort - Boris Bukowski - war wahnsinnig erstaunt, wie er gesehen hat, daß der Text von 'Sex in der Stadt' nicht vorbereitet ist, sondern daß ich mich im Studio einfach hinstelle, eine Zeitung nehme und den Text runterlese. Die Musik hat dazu gespielt, und das war´s dann. Das war die Aufnahme. Da ist ihm die Spucke weggeblieben." "
begleitend zum Artikel
"TRASH ROCK ARCHIVES, Part 2: Punk in Österreich, 1979 bis 1985 - 20 Bands und ihre Veröffentlichungen" von Al Bird Sputnik, erschienen in Ausgabe #04 des Print-Periodikums ROKKO'S ADVENTURES.
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