Von Mensch zu Mensch. Ein Zeitzeugingespräch mit Antje Kosemund
Автор: AGfJ in Hamburg e.V.
Загружено: 2026-01-15
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Antje Kosemund, geb. 1928 in einer politisch linken Familie in Hamburg, hatte neun Geschwister, unter ihnen die in ihrer Entwicklung eingeschränkte Irma. Bereits 1933 wurde ihr Vater von den Nationalsozialisten aus politischen Gründen verhaftet, für einige Wochen im Stadthaus inhaftiert und verhört und anschließend aus seinem Job entlassen. Die Familie hielt trotz ihrer Armut eng zusammen. Nach der Denunziation durch eine Nachbarin und aufgrund des verheerenden Gutachtens eines Psychiaters, in dem dieser dem Kind Schwachsinn bescheinigte, wurde Irma Ende 1933 in die Alsterdorfer Anstalten eingewiesen. Das Gutachten des Psychiaters habe dann Irmas Schicksal besiegelt, so Antje Kosemund heute. Anfang 1945 erhielt die Familie dann die Nachricht, dass sie in Wien verstorben sei. Nähere Angaben zum Tod des Kindes wurden nicht gemacht. Ab 1982 machte sich Antje Kosemund auf die Suche nach Informationen zum Schicksal ihrer Schwester Irma sowie nach deren sterblichen Überresten, um sie in Hamburg bestatten zu können (Quelle: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 28.02.2025).
Im Gespräch mit Jugend Organisiert erzählt Antje Kosemund von ihrem Aufwachsen in Hamburg und den Anfängen des Nazi-Regimes, von den aufwändigen Recherchen in verschiedenen Anstalten und Kinderfachabteilungen, ihren Bemühungen, die Überreste anderer Euthanasie-Opfer bestatten zu lassen und von bedeutsamen Bündnissen mit ihren Unterstützer*innen.
Das Gespräch fand statt am 9. November 2025 im Rahmen des respekt*-Wochenendes, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände in Hamburg e.V. in Kooperation mit dem Landesjugendring Hamburg e.V.
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